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Newsletter 7/2020 der Deutschen Journalistinnen und Journalistinnen-Union …

Newsletter 7/2020 der Deutschen Journalistinnen und Journalistinnen-Union (dju) in ver.di Berlin-Brandenburg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mittlerweile gibt es nach und nach immer mehr Lockerungen, doch Corona und die Folgen prägen noch immer unseren Alltag.

Wir möchten Euch weiter auf dem Laufenden halten, u.a. unbedingt abstimmen für VG Wort Ausschüttung 2020, weiteres Hilfspaket für Soloselbstständige, BDZV will keine Boni oder Tariferhöhung 2020, sondern Streichung von Jahresleistung und Urlaubsgeld.

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dju-Medientreff für Juni abgesagt -  Ab September wieder jeden Monat

Leider kann auch der dju-Medientreff im Juni nicht stattfinden – geplant war Montag, der 8. Juni.

Zwar hat unser Medientreff-Lokal Aufsturz nun wieder auf, aber die Regelungen zu Corona (Abstand etc.) und unsere Sorge um die TeilnehmerInnen machen eine Veranstaltung nach wie vor schwierig bis unmöglich. Im Juli und August ist bei uns Sommerpause.

Ab September wollen wir dann mit dem dju-Medientreff wieder durchstarten:

Dieses Mal findet der Medientreff dann ausnahmsweise am Donnerstag, den 10. September 2020, ab 19 Uhr, im Aufsturz (Clubraum), Oranienburger Str. 67 /Ecke Tucholskystr., 10117 Berlin-Mitte statt. Der Raum ist leider am üblichen 2. Dienstag im Monat besetzt.

Themen sollen u.a. die Situation der Freien (Probleme mit Hilfsgeldern und Aufträgen) und die Kurzarbeit bei den Festangestellten sowie Vorteile und Probleme mit Home-Office sein. Infos zu den Referenten erhaltet Ihr noch rechtzeitig.

Weitere Termine 2020:

  • Dienstag, 13. Oktober, 19 Uhr
  • Dienstag, 10. November, 19 Uhr
  • Dienstag,   8. Dezember, 19 Uhr

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Dringende Aufforderung zur schriftlichen Abstimmung bei der VG Wort – bis 6. Juni 2020:

Ohne erreichtes Quorum gibt es dieses Jahr keine Hauptausschüttung!

In einem Brief wenden sich unsere dju-Bundesvorsitzende Tina Groll und der Vorsitzende der Fachgruppe Medien, Manfred Kloiber, an die dju-Mitglieder bei der VG Wort und die, die es noch werden wollen:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

alle Mitglieder der VG WORT erhalten derzeit einen Schnellhefter mit dem Betreff: „Verschiebung der Mitgliederversammlung 2020 Wichtig: Beschlussfassung zur Ermöglichung der Hauptausschüttung 2020“.

Da wegen der coronabedingten Einschränkungen die diesjährige Mitgliedersammlung erst im November stattfinden kann, müssen einzelne Beschlüsse vorgezogen werden. Erst, wenn das erforderliche Quorum erreicht ist, kann es in diesem Jahr Geld für alle Bezugsberechtigten geben! Das heißt: Ohne Eure Stimmen ist im Juli 2020 keine Hauptausschüttung möglich.

Dazu erfolgt eine schriftliche Abstimmung – wie genau, ist in dem Anschreiben aufgeführt, ein Stimmzettel und ein frankierter, an die VG WORT adressierter Umschlag liegen bei.

Damit die Abstimmung gültig ist, müssen sich allerdings wenigstens 50 % der Mitglieder daran beteiligen!

Deswegen unsere herzliche Bitte:

Bitte ignoriert den dicken Brief von der VG Wort nicht ungeöffnet, sondern lest ihn, stimmt ab und sendet ihn im vorfrankierten Umschlag zurück.

Nur wenn das Quorum erreicht wird, darf die VG Wort in diesem Jahr Gelder ausschütten!

Frist für die Rücksendung der Stimmzettel ist der 6. Juni 2020 (Posteingang bei der VG Wort)

Wer keinen VG-Wort-Brief erhalten hat: Mitglied der VG Wort ist niemand automatisch. Alle Wahrnehmungsberechtigten können es aber werden, die in drei Jahren insgesamt mindestens 1.200 Euro (oder jährlich 400 Euro in drei Jahren) erhalten haben. Mitglieder entscheiden über das, was Vorstand und Verwaltungsrat vorschlagen und sind damit an allen Entscheidungen direkt beteiligt.

Bitte nehmt die Verantwortung wahr und beteiligt Euch!

Danke und viele Grüße, 

Tina Groll, Vorsitzende der Deutschen JournalistInnen-Union (dju) in ver.di

Manfred Kloiber; Vorsitzender der Fachgruppe Medien in ver.di

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ver.di fordert neues Hilfspaket für Solo-Selbstständige

Einkommenshilfe muss sich passgenauer an ihrer Lebens- und Arbeitsrealität ausrichten

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert ein neues Hilfspaket für Solo-Selbstständige. "Jetzt wird es Zeit, Pläne vorzulegen, wie die Corona-bedingten Einkommensverluste von Solo-Selbstständigen in Zukunft kompensiert werden sollen", mahnt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. "Eine Einkommenshilfe für Solo-Selbstständige muss sich zukünftig viel passgenauer an ihrer Lebens- und Arbeitsrealität ausrichten", fordert Schmitz von den zuständigen Wirtschafts- und Finanzministerien von Bund und Ländern. Die bisherige Corona-Soforthilfe läuft Ende Mai aus.

Insbesondere das Bundesprogramm sei am Bedarf der meisten Solo-Selbstständigen vorbeigegangen, da mit ihm nur laufende Betriebsausgaben gedeckt werden dürfen. Typischerweise sei bei Solo-Selbstständigen aber Privates und Berufliches wirtschaftlich untrennbar miteinander verquickt und das eigene Einkommen eine laufende betriebliche Ausgabe. Daher sei ein passgenaues Hilfsprogramm für Solo-Selbstständige aufzusetzen, "das genau diese Besonderheit berücksichtigt und bei dem die Hilfen unbürokratisch, bedarfsgerecht und schnell fließen", so Schmitz.

Dazu auch interessant auf M-Online: An der Lebensrealität Selbstständiger vorbei

https://mmm.verdi.de/beruf/an-der-lebensrealitaet-selbststaendiger-vorbei-66453

Weitere Infos für Freie und Selbstständige:

https://selbststaendige.verdi.de/beratung/corona-infopool/++co++aa8e1eea-6896-11ea-bfc7-001a4a160100?fbclid=IwAR0IubQWuOnRu8r3q_38FCNZ3t2tN2Rl90QDTektNkcziMsYi5HOsAog9kk

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dju-Tarifinfo: Zeitungsmacher*innen und ihre Arbeit in der Corona-Krise

Verleger erkennen keinen Mehrwert und lehnen Tariferhöhung ab

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) will eine Tariföffnungsklausel, um 1,5 Monatsgehälter vom Einkommen abzuziehen, im Gegenzug soll es eine zu kurz greifende Beschäftigungssicherung geben – Einen Bonus für den Einsatz der Redaktionen in der Krise oder eine Tariferhöhung lehnt der BDZV ab.

Der weltweite Umgang mit der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen, das ist viel Stoff für Journalist*innen: Sie schreiben die Geschichte der Krise nicht nur täglich, sondern minütlich und müssen dafür aktuell immer wieder neue Wege der Recherche finden. Entsprechend nachgefragt ist die journalistische Arbeit und konnten die Verlage Rekordabsätze verzeichnen. In den Redaktionen wird dafür rund um die Uhr unter Hochdruck gearbeitet, im Homeoffice, mit Kindern beim Homeschooling neben Laptop und Smartphone. Das sind täglich große Leistungen, die Zeitungen auf allen Vertriebswegen neue Leserinnen und Leser bringen. Das Interesse an einer Einordnung der Ereignisse ist immens und geben eine Ahnung davon, wie Tageszeitungen auch zukünftig produziert werden und sich am Markt behaupten können.

Keine Boni oder Gehaltsplus

Doch anders als in anderen Branchen denken die Verleger nicht daran, die gestiegene Bedeutung journalistischer Arbeit in der Corona-Berichterstattung anzuerkennen. Die dju in ver.di hat nachgefragt, aber beim BDZV gibt es kein Verständnis für dieses Ansinnen, jegliche Form von Einkommensplus wird abgelehnt - und das, nachdem die letzte Erhöhung im Mai 2019 stattgefunden hat und das damit relativ niedrige Gehaltsplus schon längst durch die zwischenzeitliche Inflation aufgezehrt ist. Statt Mehrwert oder Bonus will der Verlegerverband sogar noch einen eigenen Beitrag von den Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen.

Tariföffnung für Einkommenseinschnitte

Die Tarifansprüche auf Jahresleistung und Urlaubsgeld, die 1,5 Monatsgehälter ausmachen, sollen durch eine freiwillige Betriebsvereinbarung gestrichen werden können. Dafür soll dann für die Laufzeit einer solchen Betriebsvereinbarung bis Ende des Jahres keine Kündigung ausgesprochen werden. Nach Gehaltsverzicht und Kurzarbeit im Jahr 2020 könnte dann dennoch wenige Wochen und Monate nach dem Jahreswechsel eine Kündigung nicht ausgeschlossen sein

So kann’s nicht gehen! – die dju macht Vorschläge für ein Tarifpaket

Die dju in ver.di will für Redakteurinnen/Redakteure und Freie einen Weg gehen, der Respekt und Anerkennung ausdrückt. Dafür hat die Tarifkommission der dju in ver.di Eckpunkte für ein Tarifpaket 2020 aufgestellt:

Ein Gehaltsmoratorium bis Ende 2020 nur dann, wenn auch bereits jetzt eine Erhöhung von 220 Euro ab Januar 2021 zugesagt wird.
Für Volos oder Freie sollen ab diesem Sommer Tariferhöhungen um 4,5 Prozent gelten.
Die Tariföffnungsklausel will die dju in ver.di nur dann eingehen, wenn nach dem Verzicht auf die Jahresleistung auch für das Folgejahr ein Kündigungsschutz zugesagt wird, so wie es andere ver.di-Tarifverträge im Zeitungsbereich auch vorsehen.
Solche Regelungen sollen als Betriebsvereinbarungen auch nur dann ermöglicht werden, wenn den jeweiligen Betriebsräten eine wirtschaftliche Notlage plausibel und durch Sachverständige dargelegtwerden kann und tatsächlich keine Gewinne mehr gemacht und ausgeschüttet werden.

Das bietet reichlich Gesprächsstoff, um nach einer ordentlichen Tariflösung für die Zeitungsredaktionen zu suchen. Die dju in ver.di wird in den Tarifverhandlungen natürlich neben den rechtlichen und materiellen Fragestellungen den erforderlichen Respekt und die Anerkennung seitens der Verleger einfordern für diejenigen, die Zeitungsjournalismus unter vollkommen anderen Arbeitsbedingungen ermöglicht haben und dafür von Leser*innen großen Zuspruch erhalten haben.

Das ist der Mehrwert, den es jetzt durchzusetzen gilt!

https://dju.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++bfbd8278-9a8d-11ea-8ee2-001a4a160100

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Quartalsberichte aus der Medienwirtschaft 1/2020


Branchenübersichten: Unter Corona-Vorbehalt

Die Corona-Krise wird alle Medienbranchen betreffen, am stärksten gelitten haben bisher Buchhandlungen und Kinos. Die Zeitungsverlage und Fernsehsender beklagen sinkende Werbeerlöse. Auf dem Buchmarkt stagnieren die E-Bücher bei einem Umsatzanteil von fünf Prozent. Beim „Bewegtbild“ untergraben Streamingplattformen das Geschäftsmodell der Fernsehsender, beim Hörfunk deutet sich eine ähnliche Entwicklung an. Vom Musikumsatz entfallen schon 55 Prozent auf Streaming.
 

Konzernübersichten: Springer: KKR statt Börse 

Beim Springer-Konzern hat der Finanzinvestor KKR knapp die Hälfte des Aktienkapitals zusammengekauft und den Konzern von der Börse genommen. Bei ProSiebenSat.1 haben ebenfalls Investoren – darunter der Berlusconi-Clan – den niedrigen Aktienkurs für großflächige Kapitalbeteiligungen genutzt. Zudem hat man sich dort eine veritable Führungskrise geleistet. Bertelsmann hat die Komplettübernahme der Buchgruppe Penguin Random House genehmigt bekommen. Bauer hat sein Geschäft in Neuseeland von heute auf morgen liquidiert.

Übernahmen, Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen: Von Academia bis ZDF

Zwischen Januar und März 2020 wurden 45 Übernahmen, Beteiligungen und Gründungen von Gemeinschaftsunternehmen bekannt, bei denen deutsche Medienunternehmen als Akteure auftraten. Neben kleineren Deals gab es etliche bedeutende. Herausragend waren der Ausverkauf von Zeitungen (Mitteldeutsche Zeitung und Hamburger Morgenpost) durch DuMont, die Übernahme der The Meet Group durch P7S1, die Fusion von CinemaxX und Cinestar sowie die Übernahmewelle bei den Lesezirkeln.

Quartalsbericht 1/2020 unter:

https://dju.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++3454f7bc-8556-11ea-8aaa-001a4a160100

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Gewalt und Übergriffe auf JournalistInnen nehmen zu

Die Pressefreiheit ist ein wichtiges Gut unserer Demokratie. Kein/e Journalist/in darf an der Ausübung ihres/seines Berufes behindert werden – auch und gerade in Corona-Zeiten.

Innerhalb nur weniger Tage gab es allein in Berlin mehrere Angriffe Kolleginnen und Kollegen bei der Ausübung ihrer Arbeit: auf das ZDF-Team der „heute show“ mit mehreren Verletzten; auf eine Kollegin, die am 1. Mai durch den Schlag eines Polizisten verletzt worden sein soll sowie auf ein Team der ARD, bei dem das Tonequipement beschädigt wurde.

 

dju in ver.di verurteilt erneuten Angriff auf ein TV-Team
https://dju-berlinbb.verdi.de/aktuell/nachrichten/++co++a607f24a-906b-11ea-ab3e-001a4a160110

ver.di: Polizeigewalt gegen Journalistin ist völlig unvertretbar
https://dju-berlinbb.verdi.de/aktuell/nachrichten/++co++93d6152e-8eaa-11ea-af72-001a4a160100

Der Staat muss Journalisten effektiver schützen
https://dju-berlinbb.verdi.de/aktuell/nachrichten/++co++e78a1a80-8f95-11ea-8376-001a4a160111

dju in ver.di verurteilt Angriff auf Team der ZDF "Heute-Show" aufs Schärfste
https://dju-berlinbb.verdi.de/aktuell/nachrichten/++co++659deb04-8c4e-11ea-9967-001a4a160119

Passend dazu ist gerade eine Untersuchung der Universität Bielefeld „Hass und Angriffe auf Medienschaffende – eine Studie zur Wahrnehmung von Erfahrungen mit Angriffen auf Journalist*innen"vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung erschienen: 
https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Studie_Hass_und_Angriffe_auf_Medienschaffende.pdf

Auch interessant auf M-Online: Für Medienschaffende wird es eng
https://mmm.verdi.de/beruf/fuer-medienschaffende-wirds-eng-66295

Am Mittwoch, den 17. Juni 2020, ist dazu der nächste dju-Mediensalon in Kooperation mit der taz geplant. Thema: „Hygienedemos und Angriffe auf Journalisten“. Näheres in Kürze.

Falls Ihr an der Ausübung Eures Berufes behindert oder bedroht werdet, meldet Euch bitte bei uns:

Renate.Gensch@gmx.net

oder bei unserem dju-Geschäftsführer

joerg.reichel@verdi.de

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Demo Watch

Übergriffe auf Journalistinnen und Journalisten während Demonstrationen und öffentlichen Veranstaltungen nehmen zu.

Deshalb haben wir als Service für unsere Kolleginnen und Kollegen die Whatsapp-Gruppe Demo Watcheingerichtet. Hier können sich Journalistinnen und Journalisten eintragen, die einen Vorfall öffentlich machen wollen und/oder Unterstützung benötigen. Demo Watch bietet außerdem die Möglichkeit, sich regional miteinander zu vernetzen und wir können Sicherheitstrainings für die Medienarbeit bei sogenannten Großlagen organisieren.

Und so funktioniert’s: Um Mitglied der Whatsapp-Gruppe Demo Watch zu werden, füge bitte die Nummer +49 152 04506733 unter dem Namen Demo Watch den Kontakten auf Deinem Smartphone hinzu und sende dann an diesen Kontakt eine Nachricht mit dem Inhalt Demo Watch START. 

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Kündigung wegen Corona – in jedem Fall rechtlich prüfen lassen!

Aus gegebenem Anlass sollten Beschäftigte vor allem folgendes unbedingt beachten: Bitte keine Aufhebungsverträge oder Änderungsverträge zum Arbeitsvertrag unterschreiben, die der Arbeitgeber wegen der Corona-Krise vorlegt. Lassen Sie sich in jedem Fall immer erst bei Eurem Betriebsrat und Eurem Gewerkschaftssekretär beraten

Eine Kündigung, damit sie rechtmäßig ist, muss sozial gerechtfertigt sein. Das bedeutet – es braucht dafürsachliche Gründe. Die aktuelle Krise ist nicht automatisch ein solcher Grund. Daher solltet Ihr dieKündigung nicht einfach hinnehmen, sondern sie in jedem Fall rechtlich überprüfen lassen. Wichtig zu wissen: Eine Klage gegen die Kündigung muss innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht eingehen – das gilt auch in Zeiten von Corona. Ausnahmsweise ist die nachträgliche Zulassung verspäteter Klagen möglich, wenn der*die Beschäftigte trotz Anwendung aller ihm*ihr nach Lage der Umstände zuzumutenden Sorgfalt daran gehindert ist, die Klage innerhalb von 3 Wochen einzureichen. Dieser Antrag ist nur innerhalb von 2 Wochen nach Behebung des Hindernisses zulässig und kann nach 6 Monaten ab Ende der Frist gar nicht mehr gestellt werden (§ 5 Abs. 3 KSchG).

Infoblätter zum Download:

Klagen beim Arbeitsgericht, wenn niemand erreicht werden kann

Insolvenz in Zeiten von Corona
 

Infos:

https://www.verdi.de/themen/recht-datenschutz/++co++37f4d360-58b0-11ea-8408-525400b665de

Für dringende fristwahrende Angelegenheiten (insbesondere Kündigungsschutzklagen) besteht die Möglichkeit sich direkt beim Arbeitsgericht zu melden. Dies kann persönlich bei der Rechtsantragsstelle oder schriftlich bei den Arbeitsgerichten erfolgen.

In welchen Fällen greift der Rechtsschutz?

Kostenlosen Rechtsschutz bekommen alle ver.di-Mitglieder - vorausgesetzt, sie haben mindestens drei Monate satzungsgemäßen Beitrag bezahlt und die Klage hat Aussicht auf Erfolg - bei beruflichen, sozialversicherungsrechtlichen Problemen und bei Fragen, die mit den Satzungszielen zusammenhängen.

Anfragen unter:

fb08.bb@verdi.de 

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Ver.di-Landesbezirk Köpenicker Straße weiterhin für Publikumsverkehr geschlossen

Zum Schutz unserer ver.di-MitarbeiterInnen ist der Publikumsverkehr im ver.di-Landesbezirk und in allen anderen ver.di-Büros weiterhin eingestellt!

Die KollegInnen arbeiten nur in einer Notbesetzung vor Ort, alle anderen arbeiten im Home-Office. In dringenden Fällen wendet Euch bitte telefonisch, postalisch oder per Mail an die dju bzw. ver.di:

Ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg

Fachbereich Medien, Kunst und Industrie

Köpenicker Str. 30

10179 Berlin

Telefon 030/ 88 66 - 6

Fax 030 / 88 66 – 5900

Kontakt: fb08.bb@verdi.de

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Presseausweise weiter nur per Post

Anträge für den Presseausweis bitte nur per Post schicken (an die oben abgegebene Postadresse).

Hier könnt Ihr die aktuellen Anträge runterladen:

https://dju-berlinbb.verdi.de/service/++co++3150057c-15ad-11e3-8744-52540059119e

Wir verschicken die fertigen Presseausweise per Post.

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Weitere Infos auf

https://www.facebook.com/bbdju/

Wir werden regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.

Unter  https://medien-kunst-industrie-bb.verdi.de/ (regional) und www.verdi.de finden sich immer aktuelle Neuigkeiten und Informationen zu politischen und arbeitsrechtlichen Entwicklungen rund um die Pandemie.

BLEIBT GESUND! SOLIDARISCH MEISTERN WIR DIESE KRISE!

Mit freundlichen Grüßen 

Renate Gensch

dju-Landesvorsitzende Berlin-Brandenburg

Mobil +49 177 25 83 865

Mail:   Renate.Gensch@gmx.net