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AFP Agence France-Presse GmbH: Bescheidene Gehaltserhöhung: Einmal …

AFP Agence France-Presse GmbH: Bescheidene Gehaltserhöhung: Einmal 400 Euro

11.03.2019 - Die vierte Tarifrunde am 7. März 2019 brachte ein Ergebnis, allerdings nicht die von uns geforderte lineare Lohnerhöhung. Stattdessen soll es einen Einmalbetrag von 400 Euro für alle geben, zahlbar mit dem April-Gehalt. Der Einmalbetrag wird auch an feste Freie/Pauschalisten gezahlt, die mindestens 1000 Euro einschließlich Büropauschale pro Monat von AFP erhalten. Der Manteltarifvertrag wird rückwirkend zum Jahresbeginn wieder in Kraft gesetzt. Der Urlaubsanspruch bleibt also ungekürzt.

Erneut ist es damit nicht gelungen, eine lineare Gehaltsanhebung durchzusetzen. Be- gründet wurde dies von der Geschäftsführung auf vielerlei Art und Weise: Vorgaben von Paris, Kündigungen von Verträgen, die man noch nicht alle haben kompensieren können und dann der Hinweis auf ungewisse Aussichten für 2020.

Das Angebot, das die Geschäftsführung zu Beginn der Runde vorlegte, konnte nur marginal verbessert werden, nämlich, dass pro Kopf und nicht anteilig zur Arbeitszeit die 400 Euro gezahlt werden. Eine Anhebung selbst auf nur 450 Euro konterte die Geschäftsführung mit der Forderung, dann den Manteltarifvertrag offen zu lassen. Die Geschäftsführung hätte damit die Möglichkeit gehabt, bei Neueinstellungen bis auf weiteres schlechtere Konditionen zu vereinbaren. Auch leichte Veränderungen, wie Heiligabend und Silvester wieder als Freistellungstage zu definieren, waren nicht durch- setzbar. Jede Verbesserung des MTV ist laut Andreas Krieger der komplett falsche Weg.

Bis zum 31. März können beide Seiten sich überlegen, ob sie den Verhandlungsstand annehmen. Rechtzeitig zu diesem Datum wird die bei AFP übliche Befragung per Mail gemacht werden.

 

DJV
Gerda Theile
E-Mail: the@djv.de

dju in ver.di
Jörg Reichel
E-Mail: Joerg.Reichel@verdi.de

Christine Kellmann
TK AFP

Benno König
TK AFP