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dju stellt Weichen neu – Tina Groll zur Bundesvorsitzenden gewählt – Resolution gegen Stellenabbau bei Funke

08.02.2019 - Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat auf ihrer Bundeskonferenz in Berlin die berufspolitischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt und einen neuen Bundesvorstand gewählt. Dabei votierten die Delegierten für Tina Groll als neue dju-Bundesvorsitzende.

Die 38-jährige Wirtschaftsredakteurin und Betriebsrätin von Zeit Online führt die dju damit in einer Zeit anhaltenden Umbruchs. „Journalistinnen und Journalisten stehen zunehmend unter Druck, sowohl ökonomisch als auch bei der Ausübung ihrer Arbeit. Unsere gemeinsame Aufgabe als dju ist es deshalb, sich für die Presse- und Meinungsfreiheit einzusetzen und für Arbeitsbedingungen zu kämpfen, die unabhängigen Journalismus ermöglichen“, erklärte Groll. „Als Gewerkschaft und Tarifpartei sind wir Mitgestalter, wenn es um den Journalismus der Zukunft geht, egal ob Online, Print oder Rundfunk, festangestellt oder frei.“

Als stellvertretender Vorsitzender wurde Peter Freitag von der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau) bestätigt. Zum weiteren Stellvertreter wurde Lars Hansen, freier Journalist aus Hamburg, gewählt. Daneben gehören dem neuen Vorstand an: Renate Angstmann-Koch (Schwäbisches Tagblatt), Renate Gensch (freie Journalistin Berlin), Lennart Helal (freier Fotograf Hannover), Gundula Lasch (freie Journalistin Leipzig), Joachim Legatis (Alsfelder/Gießener Allgemeine Zeitung), Marco Puschner (Nürnberger Zeitung) sowie Annika Best und Johann Stephanowitz (Berlin) als Jugendvertreter*innen.

In einer Resolution verurteilten die Delegierten darüber hinaus den von der Funke-Mediengruppe angekündigten Abbau von mehreren hundert Stellen: „Die Schließung von Druckereien, Redaktionen und Verlagsabteilungen ist kein Geschäftsmodell – sondern Abbau publizistischer Vielfalt“, heißt es darin. „Anstatt vielen Beschäftigten die wirtschaftliche Existenzgrundlage zu nehmen, sollte die Funke Mediengruppe zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neue Geschäftsmodelle und Ideen entwickeln, die den Regional- und Lokaljournalismus der Funke-Zeitungen attraktiv und überlebensfähig für die Zukunft machen.“