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dju in ver.di verurteilt Angriff auf türkischen Journalisten in Berlin

dju-Pressemitteilung

08.07.2021 - Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di verurteilt den gewalttätigen Angriff auf den türkischen Journalisten Erk Acarer, der sich gestern in Berlin ereignete. Acarer ist in seiner Wohnung von mehreren Tätern mit Fäusten und Messern attackiert worden. Der regierungskritische türkische Journalist lebt seit April 2017 im Exil in Berlin.

„Wir sind entsetzt über diesen Angriff auf einen Journalisten, der in der Türkei nicht mehr leben und arbeiten konnte, weil es um die Pressefreiheit dort schlecht bestellt ist. Täter wie Hintermänner müssen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden“, forderte die Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di, Monique Hofmann, und wünschte dem Verletzten baldige Genesung.

Immer wieder würden in Deutschland im Exil lebende Journalistinnen und Journalisten bespitzelt, bedroht und angegriffen. „Es ist für uns alle ein Warnsignal, wenn Journalist*innen, die in unserer Gesellschaft Schutz suchen, Angst um sich und ihre Familien haben müssen. Nur durch eine konsequente Strafverfolgung und Ermittlung der Motive und Hintergründe der Tat können wir verhindern, dass sich die Bedrohung von Medienschaffenden, vor der sie aus ihren Heimatländern geflohen sind, hier fortsetzt“, erklärte Hofmann.