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Newsletter 2/2020

Newsletter 2/2020

dju-Medientreff 12. Februar,  19 Uhr +++ dju-Broschüre: Journalismus und Polizeiarbeit und weitere Themen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir möchten Euch wieder über unsere Aktivitäten, Branchenneuigkeiten und Termine informieren.

 dju-Medientreff

Der dju-Medientreff bietet Service-Themen für Freie und Festangestellte und zum Austausch untereinander dienen.

 Der nächste dju-Medientreff findet

 am Mittwoch, den 12. Februar 2020, ab 19 Uhr, im Aufsturz (Clubraum),

Oranienburger Str. 67 /Ecke Tucholskystr., 10117 Berlin-Mitte,

direkt am S-Bahnhof Oranienburger Straße 

statt.

 

Fest oder frei?

Statusfragen: Frei, fest frei, Pauschalist oder doch scheinselbstständig?

Referentin: Renate Gensch, dju-Landesvorsitzende

Seit 2016 überprüfen der Zoll sowie die Rentenversicherung in den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen die Arbeitsverhältnisse, schauen mal ganz genau in die Bücher diverser Medienhäuser. Es geht um die Frage, ob jemand, der regelmäßig für einen Verlag arbeitet, in Dienstplänen auftaucht und maßgeblich am Erscheinen von Publikationen beteiligt ist, tatsächlich „frei“ sein kann oder am Ende des Tages nicht doch abhängig beschäftigt ist. Stellt der Zoll „Scheinselbstständigkeit“ fest, dann stehen die Verlage vor hohen Nachforderungen für die entgangenen Sozialversicherungsabgaben (z.B. in die Renten- oder Arbeitslosenversicherung) samt Strafzahlungen. Die Verlage müssen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile nachzahlen. Denn mit den vermeintlich „Freien“ haben sie das Problem der Sozialabgaben bisher für sich sehr günstig auf die Künstlersozialkasse (KSK) und damit zumindest zum Teil auf den Steuerzahler abgewälzt.

Link zu google maps

www.aufsturz.de

 

Termine dju-Medientreff 2020:

Der dju-Medientreff findet in der Regel jeden 2. Dienstag statt - außer der Raum ist besetzt, wie im Februar und Juni 2020.

  • Dienstag, 10. März
  • Dienstag, 14. April  
  • Dienstag, 12. Mai
  • Montag, 8. Juni
  • Juli/August Sommerpause
  • Dienstag, 8. September
  • Dienstag, 13. Oktober
  • Dienstag, 10. November
  • Dienstag, 8. Dezember

    Über die nächsten Themen informieren Euch in Kürze.

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Kurzmeldungen:

dju-Broschüre: Journalismus und Polizeiarbeit

Das Verhältnis von Journalist*innen und Polizist*innen ist trotz der Verpflichtung zur Wahrung der Pressefreiheit nicht immer spannungsfrei. Wenn Medien kritisch recherchieren, Auskünfte verlangen oder von Versammlungen berichten, kann es zu Eingriffen in die Pressefreiheit kommen: Das Anfertigen von Aufnahmen wird untersagt, Bildmaterial soll mit den Beamt*innen durchgesehen und sogar gelöscht werden oder Journalist*innen sollen sich vom Ort des Geschehens entfernen. Im Ernstfall muss die Pressefreiheit praktisch durchgesetzt werden – und dann ist klar im Vorteil, wer seine Rechte kennt.

Eine neue Broschüre der dju in ver.di gibt einen Überblick über das Verhältnis von journalistischer Tätigkeit und Polizeiarbeit. Welche Rechte haben Journalist*innen gegenüber Polizei- beamt*innen? Darf die Polizei einen Platzverweis aussprechen? Welche Aussagekraft hat ein Presseausweis? Was ist zu beachten, wenn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird? Diese und viele weitere Fragen sollen auf den folgenden Seiten beantwortet werden.

Download der Broschüre über:

https://dju.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++8a6b6466-3e92-11ea-b678-001a4a160100

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Betriebsratswahlen bei Zett GmbH

Am kommenden Mittwoch wählen die rund 20 Beschäftigten der Zett GmbH – der ausgegründeten Jugendseiten von Zeit Online – erstmals einen Betriebsrat.

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Tarifverhandlungen beim Berliner Verlag gehen weiter

 Am 13. Februar gibt es den zweiten Verhandlungstermin mit dem neuen Eigentümer des Berliner Verlages, Holger Friedrich.

 Im vergangenen Jahr hatten ver.di/dju und DJV/JVBB beim Berliner Verlag für die Redaktionen der Newsroom GmbH (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) und der digitalen B24 noch mit DuMont über einen Tarifvertrag verhandelt und in einem Eckpunktepapier eine Einigung erzielt – doch dann wurde der Berliner Standort an das Unternehmer-Ehepaar Holger und Silke Friedrich verkauft.

Das Eckpunktepapier ist Grundlage in den Verhandlungen um einen Tarifvertrag für die RedakteurInnen. Zusätzlich wird noch ein Letter of Intent verhandelt. 

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Ab 01. April 2020 - Entgelterhöhung von 3,6 Prozent bei Thomsen Reuters Germany

Die Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Thomson Reuters Germany GmbH haben mit großer Mehrheit dem Tarifabschluss für 2020 von rund 3,6 Prozent zugestimmt. Die Verhandlungen seitens dju/ver.di und dem DJV e.V. fanden bereits am 14. Januar 2020 mit der Geschäftsführung der Nachrichtenagentur Thomson Reuters Germany statt. Der Tarifabschluss sieht im einzelnen folgende Regelungen vor:

Eine lineare Erhöhung der Gehälter um 2,3 Prozent.
Dazu kommen jährlich wiederkehrende Performance-Zulagen zwischen 350 und 1.400 Euro in den einzelnen Mitarbeitergruppen.
 
In der Summe ist das eine Anhebung der Gehälter von durchschnittlich 3,6 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

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AFP: Leicht verbessertes Angebot der Geschäftsführung!

Am 22. Januar und 7. Februar 2020 fand die ersten beiden Tarifverhandlungen für die ca. 50 Redakteurinnen und Redakteure sowie weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agence France-Presse GmbH (AFP) in Berlin, Leipzig, Düsseldorf, München, Köln, Washington, Brüssel und Paris statt. Ver.di und DJV haben für 2020 eine angemessene lineare Gehaltserhöhung gefordert und den Tarifvertrag zum 31.12.2019 gekündigt.

Am 7. Februar 2020 fand die zweite Tarifverhandlung mit der Geschäftsführung statt. 

Die Arbeitgeber boten ein Paket mit den folgenden Verbesserungen und Verschlechterungen des Gehaltstarifvertrages an:

Verbesserungen:

  • Lineare Gehaltserhöhung aller Gehälter von 2,0 %. Laufzeit 12 Monate ab dem 1.4.-31.3.2021.
  • Erhöhung Tarifgruppe II (1.-3. vollendetes Berufsjahr) von 3219,00€ auf 3400,00 €
  • Erhöhung Tarifgruppe III (4.-6. vollendetes Berufsjahr) von 3638,50€ auf 3750,00 €
     

Verschlechterungen:

  • Alle jetzt beschäftigten Arbeitnehmer erhalten einen Bestandsschutz. Für zukünftige Einstellungen gilt:
    Keine Anrechnung eines abgeschlossenen Hochschulstudiums nach einem Berufsjahr als Redakteurin als zwei Berufsjahre bei der Eingruppierung. Effekt: Berufsanfängerinnen und Anfänger verbleiben volle drei Jahre in der TG II und nicht wie bisher nur ein Jahr.
    Bei der Bestellung eines „internen“ Bewerbers als Korrespondent*in wird diese nur noch um eine Tarifgruppe höher eingruppiert und nicht mehr grundsätzlich in die TG VI, zzgl. des bisher auch gezahlten monatlichen Korrespondentenzuschlags von 693,50 €.
            

Eine „externe“ Bewerbung und Bestellung als Korrespondent*in wird nur nach Berufsjahren, zzgl. Zuschlag vergütet.

Bewertung

Das Tarifangebot der Arbeitgeber ist eine Verbesserung des ersten Angebotes. Nicht akzeptabel ist die Trennung zwischen internen und externen Bewerber*innen bei der Eingruppierung der Korrespondent*innen, die Streichung des Hochschulstudiums für Berufsanfänger*innen und drei Leermonate bei der linearen Erhöhung. 

Die Tarifverhandlungen werden Ende Februar/Anfang März 2020 fortgesetzt.

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Tarifverhandlungen Tagesspiegel beginnen

Die ursprünglich für Ende Januar geplante Auftakt zu Tarifverhandlungen für Redaktion und Verlag des Tagesspiegels musste wegen kurzfristiger terminlicher Probleme auf den 12. Februar verschoben werden.

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Weitere Infos auf

https://www.facebook.com/bbdju/