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dju erklärt sich solidarisch mit der Berliner Journalistin Ariane Lauenburg

ver.di erklärt sich solidarisch mit bedrohter Berliner Journalistin

07.03.2019 - Die Berliner Journalistin Ariane Lauenburg hat in der von der Stiftung Warentest herausgegebenen Verbraucherzeitschrift „Finanztest“ über die Abzocke von Privatanlegern durch Firmen des Rainer von Holst berichtet. Seit Erscheinen ihrer Artikel wird die Journalistin bedroht, über das Internet verleumdet und beleidigt. Die Berliner Polizei nimmt diese Drohungen sehr ernst, weil von Holst Helfer in Deutschland haben soll. Die Polizei hat Lauenburg Verhaltensregeln empfohlen, mit denen sie sich schützen soll. „Es ist naheliegend, dass die Angriffe im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung stehen und sie gezielt unter Druck gesetzt werden soll“, sagt heute Alfons Paus, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär für die Stiftung Warentest. „Es ist in einem Rechtsstaat nicht hinnehmbar, dass die Berichterstattung durch kriminelle Methoden beeinflusst oder im schlimmsten Fall sogar unterdrückt wird. Daher ist es von großer Bedeutung, diese Fälle aufzuklären und die Täter zu bestrafen. Zudem müssen die gegen von Holst ermittelnden Staatsanwaltschaften in Augsburg und Bamberg ihre Anstrengungen verstärken, um sein Treiben zu beenden. Dabei müssen sie auch die Möglichkeiten ausschöpfen, die ihnen das Auslieferungsabkommen zwischen Deutschland und den USA an die Hand gibt“, so Alfons Paus.

Von Holst hat über Jahre ein Netzwerk mit immer neuen Firmen aufgebaut und in Deutschland Privatanleger geschädigt. Er ist inzwischen in den USA ansässig und führt von dort seine Geschäfte fort, vermutlich in der Hoffnung, so nicht belangt werden zu können.