Nachrichten

ver.di setzt Interessen der freien Fotografen und Journalisten …

ver.di setzt Interessen der freien Fotografen und Journalisten gegenüber dem Berliner Verlag durch

10.11.2009 - Der Berliner Verlag hat am vergangenen Freitag, dem 6. November 2009, eine Unterlassungserklärung gegenüber ver.di unterzeichnet. Danach hat sich der Berliner Verlag (Berliner Kurier, Berliner Zeitung) verpflichtet, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegenüber den freien Fotografen und Journalisten nicht mehr in der bisherigen Form zu verwenden. Die AGB wurden intern bereits komplett zurückgezogen und sollen überarbeitet werden.

Bisher waren mit dem Text- oder Fotohonorar auch Vermiet- und Verleihrechte, Datenbankrechte und sogar Werberechte abgegolten. Ein zusätzliches Honorar hätte den Fotografen und Journalisten für eine weitere Nutzung nicht zugestanden. Unwirksam sind jetzt auch die Passagen: "Die aus der jeweiligen Vermarktung und Verwertung der Rechte erzielten Erlöse stehen allein demjenigen zu, der sie erzielt." Bisher hatten die Urheber nicht einmal ein Auskunftsrecht gegenüber dem Verlag, wie ihre Texte und Fotos weiterverwendet wurden. "Wir sind sehr zufrieden", stellt Andreas Köhn, stellvertretender ver.di-Landesbezirksleiter Berlin-Brandenburg fest. "Für die Fotografen und Journalisten konnten durch ver.di wesentlich fairere Regelungen erstritten werden."