Nachrichten

Google muss sich bei Bildersuche endlich bewegen

Nach Urteil der EU-Kommission:

Google muss sich bei Bildersuche endlich bewegen

27.06.2017 - Die Interessenverbände der Fotobranche, darunter auch die Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in ver.di, begrüßen das von der EU-Kommission gegen die Firma Google verhängte Bußgeld. Sie fordern den Suchmaschinenkonzern zugleich auf, die ihrer Ansicht nach rechtswidrige und den Interessen der Fotobranche schädliche Neufassung der Google-Bildersuche mit hochaufgelösten Bildern sowie Teilen- und Download-Funktion jetzt umgehend zu unterlassen.

„Wie bei Google Shopping führt Google mit seiner Anfang Februar eingeführten Bildersuche zu einem zwischengeschalteten eigenen Angebot der Großbildansicht mit Teilen-Funktion, Download-Funktion und Ähnlichkeitsanzeige. Suchende werden so vom Besuch der Original-Webseiten mit Fotos abgehalten und der Bilderdiebstahl erleichtert“, erklärte Mathias Jahn vom Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) als Koordinator der Foto-Verbände. Die Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di, Cornelia Haß, forderte: „Google muss sich beim Thema Bildersuche nun endlich bewegen und dem für die professionellen Fotoanbieter geschäftsschädigenden Treiben ein Ende bereiten.“

Die Interessenverbände hatten bereits im März mit einem offenen Brief an Google gegen die neue Bildersuche protestiert, die nach ihren Angaben bei betroffenen Foto-Anbietern zu einem Besucherrückgang von bis zu 90 Prozent führt und die Google-Bildersuche zur zentralen Fotoseite im Internet macht. Ein mit Google durchgeführter Gesprächstermin im Mai führte zu keiner unmittelbaren Änderung. Ein weiteres Gespräch soll im September stattfinden.