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Tarifeinigung: Mehr Geld für alle

Deutschlandradio

Tarifeinigung: Mehr Geld für alle

10.06.2009 - Information der Gewerkschaften:  

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach langem zähen Ringen ist die Kuh endlich vom Eis. Gewerkschaften und Geschäftsleitung haben sich auf folgendes Ergebnis verständigt:

Für die Festangestellten:

  • Rückwirkend zum 1.4.2009 eine Sockelanhebung um 40 €.

  • Rückwirkend zum 1.4.2009 darauf aufbauend eine lineare Anhebung um 2,3 %.

  • Zum 1.4.2010 eine weitere Erhöhung um 2,0 %.

  • Familienzuschlag: rückwirkende Erhöhung zum 1.4.2009 von 101 auf 104 € und zum 1.4.2010 auf 107 €.

Laufzeit 24 Monate bis 31.3.2011.
Das entspricht einer durchschnittlichen Anhebung um mehr als 5,2 % in der Gesamtlaufzeit.
Azubis, Volontäre, Trainees, Praktikanten und Ruheständler erhalten deshalb zum 1.4.2009 eine Erhöhung von 3,2 % und zum 1.4.2010 von 2,0 %.
Die soziale Komponente der Sockelanhebung führt dazu, dass in den unteren Einkommensgruppen eine höhere Steigerung erfolgt, als in den oberen.

Für die Freien:

  • Zum 1.7.2009 eine Erhöhung aller Tarifhonorare um 3,0 %, mindestens jedoch um 1 € pro Honorar.

  • Zum 1.4.2010 eine weitere Anhebung um 2,2 %.

Als Ausgleich für die 3-monatige  Verspätung der 1. Erhöhung gibt es eine Einmalzahlung von 250 € zum 1.7.2009 für alle, die im Jahr 2008 den Haupturlaubsantrag bei Deutschlandradio gestellt und genehmigt bekommen haben.

Für Mitarbeiter mit Honorarzeitverträgen sowie Junior-Programm-Mitarbeiter werden die gleichen Erhöhungen vorgenommen, wie für freie Mitarbeiter. Das gilt auch für die Einmalzahlung.

Die Einigung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die verantwortlichen Gremien.

Selbstverständlich erwarten die Gewerkschaften, dass die Verwaltungsdirektorin zu ihrer am 14. April 2009 in einem Rundschreiben gemachten Zusage steht, den über 60-jährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusätzliche Altersteilzeitplätze bereitzustellen. Diese Zusage ist seinerzeit auf ihren Wunsch hin, „unabhängig von der Frage dieses Tarifabschlusses“ erfolgt!
 
Verantwortlich:
Für ver.di: Jörg Sucker, Manfred Kloiber, Klaus-Michael Klingsporn
Für den DJV: Nicola Balkenhol, Matthias Thiel, Christoph Gehring