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Tarifverhandlungen gescheitert

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Tarifverhandlungen gescheitert

21.09.2009 - Die Gewerkschaften haben die Gehalts- und Honorartarifverhandlungen beim rbb am vergangenen Freitag für gescheitert erklärt. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Deutsche Journalistenverband (DJV) haben den Verhandlungstisch verlassen und angekündigt, mit ihren Mitgliedern über Streikmaßnahmen ab 1. Oktober 2009 zu beraten.

Die rbb-Geschäftsleitung hatte in der zweiten Verhandlungsrunde ein neues Angebot für Gehaltserhöhungen davon abhängig gemacht, dass die Gewerkschaften auch über Verschlechterungen in der Gehaltsstruktur verhandeln. DJV und ver.di lehnten dies ab. Sie betonten, die Angestellten sowie die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senders seien in den vergangenen Jahren so weit hinter das Einkommensniveau der anderen ARD-Sender zurückgefallen, dass eine reine Gehalts- und Honorarerhöhung ohne Einbußen für Teile der Belegschaft unverzichtbar sei.

Der derzeitige Tarifvertrag läuft am 30. September 2009 aus, danach endet die so genannte Friedenspflicht. Die Gewerkschaften kündigten an, am 22. September 2009 mit allen interessierten Beschäftigten über Kampfmaßnahmen zu beraten, mit denen die rbb-Geschäftsleitung zu einem verbesserten Angebot ohne Vorbedingungen bewegt werden soll.