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ver.di bestreikt Druckhaus Spandau

Streikwelle in Redaktionen, Druckindustrie und Verlagen:

ver.di bestreikt Druckhaus Spandau

21.02.2014 - Bundesweit streikten im Laufe der Woche Beschäftigte aus der Druckindustrie, dem Angestelltenbereich und den Redaktionen von Zeitungsverlagen. Heute wurde auch das Berliner Druckhaus Spandau einbezogen, in dem die „Bild“, „Welt“, „Morgenpost“, „BZ“ und „Tagesspiegel“ gedruckt werden. „Wir haben die rund 80 Beschäftigten der Früh- und Tagessschicht in den Streik einbezogen, die Druckmaschinen stehen still und es ist daher zu erwarten, dass es beim Zeitungsdruck erhebliche Einschränkungen geben wird“, sagte Andreas Köhn, ver.di-Fachbereichsleiter Medien.

Der Berliner Streik steht im Zusammenhang mit dem Tarifkonflikt bei den Verhandlungen in der Druckindustrie, für die Redakteurinnen und Redakteure und Freie bei Tageszeitungen sowie für Verlagsangestellte. „Bislang sind die Verhandlungen ergebnislos, die Arbeitgeber haben für die Beschäftigten der Verlage und in der Druckindustrie nur unzureichende Angebote vorgelegt, die aus ver.di-Sicht nach Jahren des Reallohnverlusts und Zugeständnissen bei den Arbeitsbedingungen inakzeptabel sind“, so Andreas Köhn.

Die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure und Freie bei Tageszeitungen werden am 8. März, für die rund 150.000 Beschäftigten der Druckindustrie am 12. März 2014 in Hamburg fortgesetzt. In beiden Tarifbereichen fordert ver.di 5,5 Prozent mehr Geld, in den Redaktionen sollen auch die Onliner in den Geltungsbereich der Tarifverträge einbezogen sowie die Ausbildung modernisiert werden. Die Verhandlungen für die Verlagsangestellten werden regional geführt und befinden sich derzeit vor allem in Bayern in einer schwierigen Phase.