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Warnstreik

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Warnstreik

06.11.2009 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat heute die rbb-Beschäftigten zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. In der Zeit von 9 Uhr bis 22.30 Uhr wird der Sender mit seinen Standorten in Berlin und Potsdam bestreikt. An der zentralen Aktion, die vor dem Fernsehzentrum in der Masurenallee in Berlin-Charlottenburg stattfindet, haben sich nach Gewerkschaftsangaben bis mittags bereits mehr als 500 Beschäftigte (Festangestellte und Freie Mitarbeiter/innen) beteiligt.


Im Tarifkonflikt zu den Gehalts- und Honorarerhöhungen im rbb hat die Belegschaft auf einer Direktionsversammlung am vergangenen Dienstag die Geschäftsleitung dringend aufgefordert, die Verhandlungen ohne Vorbedingungen (Verknüpfung mit zukünftigen Einbußen bei unteren Gehaltsgruppen) fortzuführen. Eine wichtige weitere Forderung war, die bislang mangelhafte Kommunikation der Geschäftsleitung mit den Beschäftigten zu verbessern. Massive Kritik wurde auch über die mangelnde Wertschätzung der Beschäftigten geäußert.

Die Verhandlungsdelegationen von ver.di und DJV hatten die Geschäftsleitung daraufhin abermals aufgefordert, bis gestern – Donnerstag, 5. November 2009 - 16.00 Uhr zu signalisieren, dass die Verknüpfung von Gehalts- und Strukturthemen aufgegeben wird. Diese Aufforderung war mit dem Angebot verbunden, die Verhandlungen jederzeit auch vor dem nächsten geplanten Termin am
17. November 2009 fortzusetzen. Dieses Signal blieb aus.

Stattdessen hat die Intendantin gestern die Bundesebene von ver.di und DJV aufgefordert, in ein Schlichtungsverfahren zu den Tarifverhandlungen einzuwilligen. Dabei soll die Verknüpfung aufrecht erhalten und die Tarifauseinandersetzung an externe Schlichter verwiesen werden.

Ein Großteil der Beschäftigten des rbb lehnt dieses Vorgehen ab. Sie halten das nun angestrebte Schlichtungsverfahren für eine Verschleppung und einen weiteren Versuch, die Belegschaft zu spalten.

Um die Forderung nach einer Fortsetzung der Verhandlungen im rbb und einen zügigen Abschluss ohne Vorbedingungen auf das Niveau der ARD zu untermauern, hat verdi zum heutigen Warnstreik aufgerufen.