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dju in ver.di fordert 5,5 Prozent

Tarifrunde Tageszeitungen

dju in ver.di fordert 5,5 Prozent

14.03.2013 - Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in ver.di fordert für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen sowie für Freie und Pauschalisten 5,5 Prozent mehr Geld. Und auch online-Journalisten sollen künftig nach den Redakteurstarifverträgen  bezahlt werden. Das hat die zuständige dju-Tarifkommission beschlossen.

„Gute Leute verdienen eine gute Bezahlung. Das gilt einmal mehr für eine Branche, die den Beschäftigten immer mehr abverlangt. Sie erbringen eine hohe journalistische Leistung und liefern den Zeitungsleserinnen und -lesern täglich neben aktuellen Informationen wertvolle Analysen des Zeitgeschehens und zwar mittlerweile rund um die Uhr und auf allen Vertriebswegen“, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Diese anspruchsvolle Tätigkeit müsse angemessen vergütet werden. In den vergangen zehn Jahren hätten sich die Einkommen nur unterdurchschnittlich entwickelt, während die Anforderungen kontinuierlich gestiegen seien: „Es ist nicht die Schuld der Zeitungsmacher, dass die Zeitungsverleger in den vergangenen Jahren notwendige Investitionen in paid-content-Modelle nicht getätigt und die Arbeit der Journalisten im Netz verschenkt haben“, machte Werneke deutlich. Die gesamtwirtschaftliche Lage und die der meisten Zeitungsunternehmen sei positiv, so dass effektive Gehaltserhöhungen, die Inflation und Produktivitätsfortschritte abbilden, angebracht seien: „Da ist ein spürbares Plus drin“, unterstrich Werneke.

Die dju setze auf ein frühzeitiges Verhandlungsergebnis zu Tariferhöhungen im Sommer und lehne eine mögliche Verkopplung der Verhandlungen mit anderen Tarifvertragsinhalten ab. Angestrebt werde ein Flächentarifabschluss, der sich als solcher erweise und keine Aufweichungen vorsehe: „Die dju-Tarifkommission hat sich auch klar gegen Vereinbarungen ausgesprochen, die die Gehälter künftiger Berufseinsteiger verschlechtern. Der Kampf um gute Köpfe in Zeitungsredaktionen hat begonnen und kann nur mit konkurrenzfähigen Einkommens- und Arbeitsbedingungen gewonnen werden. Das muss schon in einer verbesserten Ausbildung beginnen“, forderte Werneke.