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Freie in den RBB-Personalrat, jetzt!

Online-Petition

Freie in den RBB-Personalrat, jetzt!

15.02.2013 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert die Landesregierungen in Berlin und Brandenburg auf, sich für die Rechte der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rundfunk Berlin Brandenburg rbb einzusetzen und eine Vertretung der Freien durch den Personalrat zu ermöglichen. „Die anstehenden Änderung des Rundfunkstaatsvertrages bietet SPD und Linken in Brandenburg und SPD und CDU in Berlin die Gelegenheit, endlich dafür zu sorgen, dass feste Freie im rbb nicht mehr als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt werden,“ sagt Andreas Köhn, Fachbereichsleiter Medien bei ver.di Berlin-Brandenburg. Wie bereits in anderen Rundfunkanstalten üblich, müsse  der rbb-Personalrat selbstverständlich das Recht haben, die Interessen dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vertreten.

Köhn weist darauf hin, dass die Freien hauptsächlich das Programm im Fernsehen, Radio und beim Onlineauftritt des rbb machen. Diese regelmäßig arbeitenden Freien gelten laut Tarifvertragsgesetz als arbeitnehmerähnliche Personen und arbeiten programmgestaltend gemeinsam mit Festangestellten in gemischten Redaktionen und Teams unter anderem als Kameraleute, Cutter, Tontechniker, MAZ-Ingenieure, Redakteure, Autoren, Moderatoren und Realisatoren. Es ist längst nicht mehr nachvollziehbar, warum ausgerechnet diese Kolleginnen und Kollegen nicht die gleichen Vertretungsrechte haben sollten wie die Festangestellten und nicht auch durch den Personalrat vertreten werden können.

Der ver.di-Senderverband im rbb hat eine Online-Petition gestartet, um der Forderungen an die Landesregierungen Nachdruck zu verleihen.

Unter https://www.openpetition.de/petition/online/freie-in-den-rbb-personalrat

haben bereits einige hundert Menschen unterschrieben. Der ver.di-Freienvertreterin im rbb, Henriette Wrege sagt: „Wir brauchen eine rechtsverbindliche Vertretung der Freien durch den Personalrat, denn bis heute gibt es im rbb für Freie keine institutionalisierte Vertretung. Die vorhandene Freienvertretung lebt von engagierten Kolleginnen und Kollegen, die aber immer auf den guten Willen ihrer Vorgesetzten angewiesen sind. Im Konfliktfall sind diese Freienvertreter ungeschützt. Es gibt auch keine Vertretung für die Freien bei Regelungen zur Arbeitszeit oder Maßnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz. Diese Diskriminierung freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im rbb muss endlich beendet werden!“