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ver.di reagiert bestürzt auf FR-Insolvenz

Frankfurter Rundschau

ver.di reagiert bestürzt auf FR-Insolvenz

15.11.2012 - Mit großer Bestürzung hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf den Insolvenzantrag der Frankfurter Rundschau (FR) reagiert: "Das ist ein schwarzer Tag für die Beschäftigten in Redaktion, Verlag und Druckereien und ein schwarzer Tag für die Pressevielfalt in Deutschland", sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende, Frank Werneke. Das Blatt sei ein Garant für Meinungsstärke und journalistische Qualität und vom deutschen Zeitungsmarkt nicht weg zu denken. "Dass die FR jetzt Insolvenz anmelden muss, ist das Ende einer traurigen Entwicklung, die damit begonnen hat, dass der eigene Charakter des Blattes in den Gemeinschaftsredaktionen von Hauptanteilseigner M. Dumont Schauberg bis zur Unkenntlichkeit geschliffen und das Blatt auf regionale Bedeutung herab gestuft wurde. Eine fatale Weichenstellung, wie sich jetzt heraus stellt", kritisierte Werneke. Er erwarte, dass im Zuge des Insolvenzprozesses eine Perspektive für die Beschäftigten und für den Erhalt der Zeitung entwickelt werde. Dabei sei auch die SPD als Anteilseignerin in der Pflicht: "Grade die SPD sollte ein hohes Interesse daran haben, dass die FR als wahrnehmbare Stimme auf einem vielfältigen Zeitungsmarkt erhalten bleibt", unterstrich Werneke und forderte ein verstärktes Engagement aller Anteilseigner zum Erhalt der Arbeitsplätze und der Zeitung.