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Zweite Verhandlungsrunde für die dpa

Zweite Verhandlungsrunde für die dpa

27.03.2014 - Auch die zweite Verhandlungsrunde für die rund 750 Beschäftigten der dpa (Mutter und Töchter) ist ohne Ergebnis vertagt worden. Die Geschäftsführung legte ein Angebot vor, das für Beschäftigte mit einem Einkommen von etwa 3600 bis 3800 Euro monatlich einen Festbetrag von 65 Euro mehr im Monat vorsieht. Für Beschäftigte mit einem darüber liegenden Einkommen soll eine prozentuale Erhöhung greifen, die von der Geschäftsführung allerdings noch nicht beziffert wurde: „Das ist kein Angebot, sondern allenfalls ein Angebötchen und reicht angesichts der Erwartungen, die die Kolleginnen und Kollegen in den von den Gewerkschaften durchgeführten Befragungen deutlich gemacht haben, natürlich überhaupt nicht aus“, kritisierten Regine Sakowsky vom Deutschen Journalistenverband (DJV) und Matthias von Fintel von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).
Sakowsky und von Fintel begrüßten hingegen die Bereitschaft der Geschäftsführung, über ein einheitliches Tariferhöhungskonzept für Mutter- und Töchter-Beschäftigte zu verhandeln. Demnach sollen die unteren Einkommensgruppen von einer Erhöhung durch einen Festbetrag etwas mehr profitieren als die höheren Einkommensgruppen. Klar abgelehnt haben die Gewerkschaften die Vorstellungen der Geschäftsführung, im bestehenden dpa-Manteltarifvertrag Verschlechterungen für neu Einzustellende festzuschreiben: „Wir wollen bestehende Ungerechtigkeiten abbauen und keine neuen, zusätzlichen schaffen“, machten Sakowsky und von Fintel deutlich.
Deswegen solle mit einem Tarifergebnis auch die Angleichung von Zuschlägen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Jahresleistung und Urlaubsgeld und die Aufstockung des Krankengeldes auch für die Töchter-Beschäftigten erreicht werden.
Die Gewerkschaften fordern darüber hinaus 5,5 Prozent mehr Geld und mindestens ein Plus von 85 Euro. Die Verhandlungen werden am 19. Mai in Berlin fort gesetzt. An diesem Tag soll möglichst ein Abschluss erzielt werden.