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dju in ver.di fordert plus 5,5 %

Tarifrunde Tageszeitungen

dju in ver.di fordert plus 5,5 %

16.07.2013 - Die Tarifverhandlung für Zeitungsredaktionen beginnt am kommenden Freitag, den 19. Juli, in Frankfurt/Main. Zwischen den Verhandlungskommissionen des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der dju in ver.di und dem DJV wird dann über die Zukunft der Tarifverträge für Redakteurinnen und Redakteure und Freie verhandelt Der Gehaltstarifvertrag für angestellte Redakteurinnen und Redakteure, sowie Volontärinnen und Volontäre ist seitens der Gewerkschaften zu Ende Juli gekündigt worden. Ebenso der Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen, der die Honorare und Pauschalen regelt. Die dju in ver.di fordert in dieser Tarifrunde eine Erhöhung der Gehälter und Honorare bzw. Pauschalen um 5,5 Prozent. Außerdem soll der Gehaltstarifvertag zukünftig auch für Journalistinnen und Journalisten gelten, die überwiegend für Onlineseiten oder auf anderen elektronischen Verbreitungswegen der Zeitungsverlage publizieren.

„Wir werden uns gegen die von den Verlegern geplanten Tarifverschlechterungen wehren und für notwendige Tariferhöhungen antreten. Wir werden es nicht hinnehmen, wenn in Redaktionen nach einer Sparwelle nach der anderen nun auch noch die tariflichen Schutzrechte in Frage gestellt werden. Wir werden die Verleger zu Respekt vor der Leistung aller in den Redaktionen, egal ob angestellte Redakteurin oder freier Pauschalist, ermahnen. Dies muss sich durch ein Bekenntnis der Verleger aus allen Regionen zum Tarifvertrag und endlich auch Tariferhöhungen wie in anderen Branchen ausdrücken“, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Der BDZV hat bereits vor der Tarifrunde verlautbart, es müsse deutliche Veränderungen am Tarifwerk geben, bevor ein Neuabschluss auch im Gehalts- und Honorarbereich in Frage kommt. So wurde dann auch der Manteltarifvertrag (MTV) gekündigt, der damit noch bis Ende 2013 läuft und danach in die sogenannte Nachwirkung nach Tarifvertragsgesetz übergeht. Oberstes Ziel der Verleger ist offenbar, regional unterschiedliche Gehälter durchzusetzen und dabei ganze Landstriche von der allgemeinen Tarifentwicklung abzuhängen, das würde für Beschäftigte in diesen Verlagen dann dauerhafte Nullrunden bedeuten. Geplant ist weiterhin eine Verschlechterung der Gehaltsstruktur. Zudem sollen für alle Regionen nach Vorstellung des Verlegerverbandes Urlaubsdauer, Urlaubsgeld und Jahresleistung gesenkt werden. Die Verleger zeigen offenbar wenig Anerkennung für die Leistungen der Journalistinnen und Journalisten und setzen auf Angriff.