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KBR-Info Deutsche Zeitungsholding zur Situation bei der FR und …

KBR-Info Deutsche Zeitungsholding zur Situation bei der FR und den Auswirkungen auf die Beschäftigten der Berliner Zeitung

03.04.2011 - Der Konzernbetriebsrat der Deutschen Zeitungsholding (u.a. Berliner Zeitung, Hamburger Morgenpost, Berliner Kurier) hat in einer umfassenden KBR-Info  die angekündigten Änderungen für die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung dargestellt: 

Derzeit arbeiten in der FR 124 Redakteure und Angestellte, in der tariflosen Tochter Pressedienst Frankfurt (pdf) 30 jetzt angestellte ehemalige Pauschalisten und in der FR-Publishing (Layout, Fotoredaktion und Grafik) 40 Beschäftigte, die nach dem Groß- und Außenhandelstarif bezahlt werden.
Nach Angaben der Gesellschafter DuMont Schauberg und dd_vg kommt es bei der FR zu erneuten Sanierungsmaßnahmen, die den Abbau von Personal zum Inhalt haben:

  • Kündigung von 83 der 124 FR-Redakteure und Angestellten aus der Redaktion.
  • Kündigung der 30 Redakteure der Leiharbeitsfirma pdf.
  • Schließung aller Außenredaktionen.
  • Gründung einer neuen Regionalgesellschaft, um vermutlich mit bisherigen pdf-Mitarbeiter unter Tarif als Dienstleister weiter zu arbeiten. Dort sind 19 neue Stellen geplant.
  • Gründung der DuMont Digital GmbH mit 30 Arbeitsplätzen. 20 bisherige FR- und pdf-Mitarbeiter sollen dort in der ebenfalls tariflosen Firma überregionale Online-Inhalte z.B. an die Berliner Zeitung liefern und die iPad-Applikationen für die Titel entwickeln. Chef wird FR-Chefredakteur Rouven Schellenberger.
  • Freiwilliges Abfindungsangebot bis max. 130.000 Euro

Dafür wird eine Regelung des Haustarifvertrags in Anspruch genommen, die
während der Laufzeit des Vertrages (bis 31.12.2012) Kündigungen ermöglicht. Allerdings sind Auslagerungen danach ausdrücklich ausgeschlossen. Wie dies MDS und die dd_vg rechtlich gegenüber den Gewerkschaften umsetzen wollen, ist fraglich.