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Konzernbetriebsrat befürchtet Kündigungswelle

Berliner Verlag

Konzernbetriebsrat befürchtet Kündigungswelle

19.09.2012 - Der Konzernbetriebsrat des Berliner Verlags (Berliner Zeitung, Berliner Kurier, Abendblatt) befürchtet eine Kündigungswelle in Redaktion und Verlag. Die Betriebsräte haben die Geschäftsführungen aufgefordert mitzuteilen, ob Gerüchte zutreffen, nach denen beim Anzeigenblatt Berliner Abendblatt die komplette Redaktion durch 400-Euro-Kräfte ersetzt werden soll. Außerdem wollen die Betriebsräte wissen, ob beim Boulevardblatt Berliner Kurier jede siebte Stelle gestrichen und in der Redaktionsgemeinschaft der Berliner Zeitung mit der Frankfurter Rundschau 15 bis 20 Stellen abgebaut werden sollen. Kündigungen könnte es auch in der Dokumentation und der Poststelle geben. Unbestätigt ist bisher auch eine gemeinsame Vermarktung der Stadtmagazine Tipp und Zitty. Zitty gehört zum Konkurrenten Tagesspiegel. Nach einer Belegschaftsinformation des Konzernbetriebsrates hat die Arbeitgeberseite für den Berliner Verlag erstmals seit 1997 prognostiziert, dass das Unternehmen in die Verlustzone rutschen könnte. Der Konzernbetriebsrat wies darauf hin, dass der Verlag mehrfach verkauft worden war und jeweils selbst den Kaufpreis erwirtschaften musste. Aktuell gehört der Berliner Verlag zur Mediengruppe M. DuMont Schauberg.