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Umfassende Einigung erzielt

Vergütungsrunde 2013

Umfassende Einigung erzielt

07.06.2013 - Ende Mai haben die Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen konkrete Ergebnisse ausgehandelt:

Gehälter und Honorare:

  • Die Gehälter der Festangestellten steigen rückwirkend ab 1.4.2013 um 2,65 Prozent.
  • Eine weitere Erhöhung erfolgt zum 1.4.2014 um 2,95 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden, Volontäre und Trainees erhöhen sich entsprechend.
  • Damit ist bei einer Laufzeit von 24 Monaten (wie bei NDR, SWR und WDR)  eine Steigerung um 5,6 Prozent erreicht.
  • Dieses Erhöhungsvolumen wird auch auf die Ruheständler sowie die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übertragen. Bei Letzteren wird über Details noch beraten.

Urlaub für Jüngere:

  • Rückwirkend ab 2012 erhalten auch jüngere Mitarbeiter (Feste und Freie) 31 Tage Urlaub. Bei den Auszubildenden bleibt es leider bei ihren vertraglichen Regelungen.

Flexible Lebensarbeitszeit:

Auch hier ist ein erster Schritt getan:

  • Für Kolleginnen und Kollegen, die schon vor dem 1.1.1995 bei Deutschlandradio beschäftigt waren und zwischen Januar 2012 und Mai 2013 mit Abschlägen in den vorzeitigen Ruhestand gegangen sind, wird ein Pauschalausgleich für entstandene Abschläge geleistet. Und zwar bis zu dem Zeitpunkt, wo sie ohne Abschläge in Rente hätten gehen können. Nach Vorlage des Gutachtens, das bezüglich des
  • Ein-Prozent-Gehaltsverzichts strittige rechtliche Fragen klären soll, wird weiterverhandelt. Die jetzt gefundene Regelung für die genannten Fälle ist keine Vorfestlegung für eine anstehende Gesamtlösung. Sie schafft zumindest aber Klarheit für die ausgeschiedenen Kolleginnen und Kollegen.

Weitere Vereinbarungen:

  • Eine von den ARD-Anstalten und Deutschlandradio geforderte Abkopplung der Erhöhung der Betriebsrenten von den Vergütungsanhebungen ist für diese Tarifrunde vom Tisch. Darüber soll auf ARD-Ebene gesprochen werden.   
  • Für die Laufzeit dieses Tarifvertrages darf Deutschlandradio nicht zuletzt aufgrund des Umstrukturierungsprozesses neuausgeschriebene Stellen zwei Jahre sachgrundlos befristet besetzen. Deutschlandradio hat erklärt, dass nicht die Absicht besteht, Arbeitsverhältnisse künftig grundsätzlich zu befristen.  

Verantwortlich: Jörg Sucker, Axel Wende, Kristina Kaller-Nazarek, Manfred Kloiber (ver.di),
Christel Boßbach, Martin Steinhage, Matthias Thiel, Peter Welchering (DJV)