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Streik am 7. Oktober 2013 bei der ZWEITEN HAND Verlags-GmbH

Tagessspiegel-Gruppe

Streik am 7. Oktober 2013 bei der ZWEITEN HAND Verlags-GmbH

04.10.2013 - Die Gewerkschaft ver.di wird am kommenden Montag, dem 7. Oktober 2013 die ca. 20 Beschäftigten der ZWEITEN HAND Verlags-GmbH zu einem Warnstreik aufrufen. Auch die Beschäftigten der Tagesspiegelgruppe, wie Zitty und Tagesspiegel, werden zu Solidaritätsbekundungen aufgerufen. Die Geschäftsführung hatte entschieden, den Verlag zum 1. November 2013 zu schließen. ver.di hatte zu Tarifverhandlungen über einen Sozialtarifvertrag aufgefordert. Der Arbeitgeber lehnte in der 2. Tarifverhandlung jegliche Abfindungszahlungen an die betroffenen Mitarbeiter zum Ausgleich der sozialen Nachteile ab. Der Verlag ZWEITEN HAND verfügt über ein Stammkapital von 750.000 €. ver.di erklärte die Tarifverhandlungen für gescheitert. Die Gewerkschaft fordert eine angemessene Abfindung für die in der Regel mehr als 20 Jahre Arbeit der Beschäftigten im Verlag.

Vor der Schließung des Verlages hat die Geschäftsführung die gewinnbringende Zeitschrift „Bootshandel“, inklusive der vier Beschäftigten herausgelöst und dem Zitty Verlag GmbH übertragen.

„Der Tagesspiegel verweigert den Beschäftigten die konzernübliche Abfindung und bietet ihnen stattdessen eine Transfergesellschaft zu Lasten der Steuerzahler an, obwohl Holtzbrinck über genügend Geld verfügt, um Abfindungen zahlen zu können“, sagt Jörg Reichel, der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär. Reichel weiter: „Die Geschäftsführung missbraucht die Idee einer Transfergesellschaft. Er trägt nur 13 Prozent der Nettogehaltskosten und stellt keine ausreichenden Mittel für eine Qualifizierung der Beschäftigten zur Verfügung. Der Geschäftsführung geht es um einen billigen Rausschmiss zu Lasten der Steuerzahler und nicht um eine wirkliche Unterstützung der Beschäftigten.“