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dju in ver.di: Journalistentag ohne Brender

dju in ver.di: Journalistentag ohne Brender

27.11.2009 - ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender wird nicht über das „notwendige Überleben des Journalismus“ beim 23. Journalistentag der dju in ver.di am 28. November in Berlin sprechen.  Mit Bedauern  nimmt der Bundesvorstand der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union zur Kenntnis, dass Kollege Brender sich angesichts der personellen Querelen beim ZDF nicht mehr in der Lage sieht, den angekündigten Hauptvortrag vor 180 angemeldeten Teilnehmern zu halten. „Die kurzfristige Absage ist angesichts der Zuspitzung der medienpolitischen Debatte verständlich und eine Entscheidung, die wir respektieren,“ sagte Ulrich Janßen: „Dieser Druck der Politik auf Brender und auf den öffentlich rechtlichen Rundfunk empört uns. Damit erhält das Motto unseres Journalistentages ´Vom Wert  journalistischer Arbeit´ zusätzliche Aktualität.“

Ein Beitrag von grundsätzlicher Bedeutung und Orientierung zum Journalistentag wie das mit Nikolaus Brender verabredete Referat „Vom notwendigen Überleben des Journalismus“ ist nicht über Nacht zu ersetzen – trotz aller Bemühungen, erklärte dju-Bundesgeschäftsführerin Ulrike Maercks-Franzen: „Unsere anderen Referenten wie der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke und der frühere IG Medien-Vorsitzende Detlef Hensche werden die Lücke  schließen“. Auch die Uraufführung des Films „Schlaglichter auf die Wirklichkeit“ und Vorträge sowie Diskussionsrunden über interne Medienkonzentration, neue Vergütungsregeln sowie angemessene Tarife werden zur Aufklärung über den gesellschaftlichen Wert des Journalismus beitragen.

Als Beitrag zur Verteidigung von unabhängigem Journalismus dient ebenfalls das Berufsbild, das der dju-Bundesvorstand heute nach umfassender Debatte  beschlossen hat und beim 23. Journalistentag präsentieren wird.