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Fotografen freigelassen - Anklage droht

Fotografen freigelassen - Anklage droht

14.10.2014 - Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di begrüßt die Freilassung der in der Türkei bei der Ausübung ihrer Arbeit fest genommenen deutschen Fotojournalisten. Offenbar drohe ihnen auch nicht unmittelbar die Abschiebung: „Das sind aber auch die einzigen guten Nachrichten, die uns derzeit aus Diyarbakir erreichen. Die Anklage gegen die Kollegen wegen angeblicher Spionage soll demnach aufrecht erhalten werden. Das ist und bleibt inakzeptabel“, sagte dju-Geschäftsführerin Cornelia Haß.

Die drei Fotografen hätten sich ein Bild von der Situation der Konflikte um Kobane machen wollen, um dieses Bild dann der Öffentlichkeit zu vermitteln: „Wir brauchen Bilder und Berichte von Medienprofis wie diesen, um das Geschehen rund um die Krisenherde und die Welt zu verstehen und politisch handlungsfähig zu bleiben. Deswegen ist Pressefreiheit eine notwendige Voraussetzung für Demokratie. Die Türkei unter Präsident Erdogan fällt nicht zum ersten Mal negativ dadurch auf, dass sie dieses demokratische Grundrecht massiv verletzt und kritische Berichterstattung mit brutalen Mitteln zu verhindern versucht“, kritisierte Haß und verwies auf die rund 50 Journalisten, die in der Türkei zum Teil schon seit geraumer Zeit inhaftiert seien. Haß forderte die türkische Regierung auf, die Anklagen gegen die Journalisten fallen zu lassen und unabhängige Berichterstattung zuzulassen, die demokratischen Standards entspricht.