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Gruner + Jahr

ver.di kritisiert geplanten Kahlschlag bei Gruner und Jahr scharf

21.11.2012 - Der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, kritisiert die mutmaßlich geplante Einstellung der Financial Times Deutschland (FTD), Börse online und impulse und den damit einhergehenden Arbeitsplatzabbau bei den Gruner+Jahr-Wirtschaftsmedien scharf:  "Gruner+Jahr ist ein profitabler Verlagskonzern. Die Entscheidung gegen den Großteil der Wirtschaftsmedien ist keine Entscheidung aus der Not heraus, sondern eine Entscheidung gegen qualitativ hochwertige journalistische Produkte", sagte Werneke.  

Es sei zu befürchten, dass mit dem geplanten Aus der FTD und der Magazine allein in der Redaktion der Wirtschaftsmedien mehr als 200 der rund 350 Arbeitsplätze gestrichen würden. Auch auf die Verlagsangestellten bei Gruner und Jahr werde sich die Entscheidung negativ auswirken. Freien Journalistinnen und Journalisten brächen erhebliche Auftragsvolumina weg: "Das ist eine Katastrophe für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Das Ausmaß dieses Kahlschlags sucht in der deutschen Verlagslandschaft seinesgleichen", machte Werneke deutlich. Dabei habe es durchaus Alternativen zu dem offenbar nun eingeschlagenen Weg gegeben: "Möglichkeiten, die publizistische Kompetenz, die die Wirtschaftsmedien für Gruner und Jahr etabliert haben, aufrecht zu erhalten und damit auch die notwendige Vielfalt der Wirtschaftsmedien zu erhalten, wurden nicht ausreichend geprüft", kritisierte Werneke.  

Die Beschäftigten und ihre Betriebsräte könnten sich in den vor ihnen liegenden schwierigen Auseinandersetzungen auf die Begleitung und Beratung von ver.di verlassen.