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Berliner Vorwärtsverlag: Geschäftsführung plant betriebsbedingte Kündigungen

17.02.2014 - Die Tarifverhandlungen für die ca. 35 Beschäftigten der Berliner vorwärts Verlagsgesellschaft mbH und seiner Tochterunternehmen sind nach über drei Monate bisher ohne Ergebnis. Nun plant die Geschäftsführung des SPD-Verlages betriebsbedingte Kündigungen.

Bislang liegen die Monatsgehälter von einem Drittel der Beschäftigten drei-, teilweise vierstellig unter Tarif. Die Geschäftsführung weigert sich allerdings, tarifliche Verpflichtungen einzugehen und branchenübliche Gehälter für Redakteure und Verlagsangestellte in der Zeitschriftenbranche zu zahlen. Neben der Herausgabe der Zeitschriften Vorwärts und DEMO organisiert der Verlag SPD-Veranstaltungen und betreibt über das Tochterunternehmen NWMD GmbH politische Kommunikation, u.a. Webauftritte für die Kommunalwahlen 2014 und die Publikation „Gute Arbeit“ zur Arbeitnehmer-Politik der SPD-Bundestagsfraktion.

Nun plant die Geschäftsführung der Berliner vorwärts Verlagsgesellschaft mbH und seiner Tochterunternehmen betriebsbedingte Kündigungen. In welchem Umfange verschweigt der Verlag gegenüber seinen Beschäftigten. Erste Verträge von Freien wurden gekündigt und befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Die SPD und der Gesellschafter DDVG verschweigt die tatsächliche wirtschaftliche Situation des Verlages in der Öffentlichkeit und seinen Geschäftsberichten.
„Die SPD muss endlich die Verantwortung für die Beschäftigten seiner Parteizeitung übernehmen – dazu gehört ein Tarifvertrag und ein funktionierendes Geschäftsmodell“, sagt Jörg Reichel, der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär. Reichel weiter: „Die SPD feiert und präsentiert sich, bezahlen dürfen dies die Beschäftigten mit Gehältern unter Tarif und nun auch mit betriebsbedingten Kündigungen.“