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Zeit: Erstmals Tarifvertrag für Online-Belegschaft unterschrieben

Zeit: Erstmals Tarifvertrag für Online-Belegschaft unterschrieben

Modifizierte Anerkennung der bundesweiten Regelungen für Zeitschriften

18.07.2016 - Erstmals ist es der Belegschaft einer Online-Redaktion gelungen, einen Tarifvertrag durchzusetzen, der rund 90 Prozent des bundesweiten Tarifvertrags für Zeitschriften übernimmt. Für die Berliner Mitarbeiter der Firmen ZEIT Online und ZEIT digital haben die Gewerkschaften ver.di und DJV Berlin/Journalistenverband Berlin-Brandenburg einen Tarifvertrag ausgehandelt, der die Situation nicht nur der Redakteure, sondern auch der etwa 45  studentischen Mitarbeiter erheblich verbessert. Nachdem bereits im April eine Einigung über Eckpunkte erzielt wurde, konnten jetzt die letzten strittigen Fragen geklärt und der Tarifvertrag von allen Seiten unterschrieben werden.

Die Regelungen aus dem Manteltarifvertrag für Zeitschriften mit einem zusätzlichen Monatsgehalt, Jahresurlaub, Nacht- und Sonntagszuschlägen sowie der betrieblichen Altersversorgung („Presseversorgung“) für Journalistinnen und Journalisten werden stufenweise an dessen Niveau herangeführt, bei einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden. Außerdem werden den Redakteur/innen zwei freie Wochenenden pro Monat garantiert. Die jährlichen Gehaltserhöhungen in den Flächentarifverträgen werden übernommen. Über die Einführung des im Flächentarif vorgesehenen Urlaubsgeldes wird in einer nächsten Tarifrunde 2020 verhandelt.

Für die etwa 45 studentischen Beschäftigten bei Zeit-Online mit Arbeitszeiten unter 20 Stunden pro Woche sind besondere Regelungen vorgesehen: ein Stundenlohn von 12,50 Euro plus Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit.