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Streiks in der Druckindustrie und bei Zeitungsredakteuren in …

Streiks in der Druckindustrie und bei Zeitungsredakteuren in Berlin

25.05.2011 - Seit heute früh, 25. Mai 2011, 6.30 Uhr, befinden sich die Beschäftigten der Bundesdruckerei in Kreuzberg und der Axel-Springer-Druckerei in Spandau im Warnstreik, zu denen ver.di aufgerufen hatte. Gleichzeitig sind seit 9.00 Uhr auch Redakteure und Angestellte des Berliner Verlages im Ausstand. Sie waren von ver.di, dem Journalistenverband Berlin-Brandenburg (JVBB) und dem DJV Berlin aufgerufen worden. 
Um 11.00 Uhr fand eine gemeinsame Streikkundgebung vor der Zentrale des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger in der Markgrafenstraße 15, 10969 Berlin statt. Die rund 500 Streikenden zogen anschließend vor die Bundesdruckerei, wo noch einmal eine Kundgebung stattfand. Frank Werneke, stellvertretender ver.di-Vorsitzender und ver.di-Verhandlungsführer sowohl für die Zeitungsredakteure als auch für die Beschäftigten der Druckindustrie betonte: „Dies ist ein starkes Signal aus Berlin.“ Nicht nur bei den Verhandlungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), sondern auch bei den Verhandlungen mit dem Bundesverband Druck und Medien (bvdm) geben die Zeitungsverlage den Ton an. Ihnen gehören fast immer auch die Druckmaschinen, auf denen die Publikationen gedruckt werden. Der DJV war mit einer Delegation vertreten. Der JVBB-Vorsitzende Alexander Fritsch betonte die gegenseitige Solidarität zwischen Druckern und Journalisten in einer Zeit, wo es nicht nur um gewöhnliche Tarifhandlungen gehe, sondern darum, die Abwertung der beiden Berufsstände zu verhindern.