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rbb: Stillstand in den Gehalts- und Honorartarifverhandlungen

rbb: Stillstand in den Gehalts- und Honorartarifverhandlungen

20.11.2009 - Vermittlung unter aktiver Beteiligung der Belegschaft
Am vergangenen Dienstag blieb der Versuch, die festgefahrenen Vergütungstarifverhandlungen wieder in Gang zu bringen, erneut ergebnislos. Einziger Grund: Die Geschäftsleitung beharrt trotz massiver Proteste aus der Belegschaft weiterhin auf der Abschaffung der Dienstzeitstufen und damit auf einem Eingriff in die Vergütungsstruktur. Nur bei Zustimmung der Gewerkschaften zu dieser fortgesetzten Umverteilung von unten nach oben ist die Geschäftsleitung bereit, über Gehalts- und Honorarerhöhungen zu verhandeln.
Um diese Blockadehaltung aufzulösen, wollen die Gewerkschaften einen Vermittler im Tarifstreit hinzuzuziehen.
Das einzuleitende Vermittlungsverfahren kann aus unserer Sicht nur unter folgenden Bedingungen geschehen:

  • Die Vermittlungskommission setzt sich neben den Vermittlern (1 je Seite) aus mehreren Vertretern des Arbeitgebers und der Gewerkschaften zusammen,
  • das Verfahren ist zeitlich begrenzt,
  • es besteht keine Friedenspflicht und
  • die Gewerkschaften können die gemeinsame Empfehlung ablehnen.

Um die Bedingungen für ein solches Vermittlungsverfahren mit der Geschäftsleitung auszuhandeln, wollen wir den vereinbarten Verhandlungstermin am 24.11.2009 nutzen.
Wir rufen  Euch auf, die nach wie vor bestehenden Forderungen nach einem Abschluss auf ARD- Niveau ohne Vorbedingungen, sowie den Fortgang der Vermittlung auch weiterhin durch Streikaktionen zu unterstützen.

Kein akzeptables Vermittlungsergebnis ohne Eure Stärke!

Warnstreik am Dienstag, den 24.11.2009

Denn es bleibt dabei:
Genug gespart am Programm und denen, die es machen!

ver.di ruft alle Beschäftigten des rbb auf, am Dienstag, den 24.11.2009 in der Zeit von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr in Berlin, (Streikversammlung Rondell: 10 Uhr)
15.00 Uhr und 17.00 Uhr in Potsdam, (Streikversammlung Eiche: 16 Uhr)
die Arbeit niederzulegen.
Kommt zu den Versammlungen und bekräftigt damit Eure berechtigten Forderungen.

Wir werden Euch dort über den Tarifstreit und das weitere Vorgehen informieren. Es liegen jeweils auch die ver.di-Streiklisten aus, in die Ihr Euch eintragen könnt, um als ver.di- Mitglied Streikgeld zu erhalten.


Euer GVV im rbb, Berlin/ Potsdam, 20.11.2009