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Start der Tarifverhandlungen Thomson Reuters Deutschland GmbH: …

Start der Tarifverhandlungen Thomson Reuters Deutschland GmbH: Unsere Forderung 5,0 Prozent

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf einer Versammlung am 2.12.2016 habt Ihr beschlossen, die Gewerkschaften aufzufordern, den Gehaltstarifvertrag zu kündigen und den Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen aufzufordern. Ver.di und DJV haben Eurer Anliegen beraten und den Tarifvertrag zum 31. März 2017 gekündigt. Die Beschäftigten fordern eine lineare Erhöhung der Tarifgehälter um fünf Prozent. An diesem Donnerstag tagen wir mit der Chefredaktion zur ersten Verhandlungsrunde in Berlin.

Die Tarifforderung ist vollkommen berechtigt. Das Unternehmen steht erfolgreich da: Im Agenturgeschäft stieg der Umsatz weltweit 2016 um vier Prozent auf 304 Millionen Euro. Der operative Konzerngewinn legte, bereinigt um Stellenabbaukosten, um zwei Prozent auf knapp drei Milliarden Dollar zu. In diesem Jahr will das Unternehmen die operative Rendite um mehr als drei Prozentpunkte auf knapp 30 Prozent steigern. Auch eine Milliarde Dollar für Aktienrückkäufe hat Thomson Reuters in der Kasse, die Dividende steigt leicht. Die Tarifforderung fußt darüber hinaus auf folgenden Überlegungen: Die Arbeitsbelastung in der Redaktion wächst in der Zange von steigenden Anforderungen der Kunden und schleichender Erosion der Stellen. Die Kolleginnen und Kollegen bringen Höchstleistungen und verdienen dafür Anerkennung. Zudem ist die Teuerungsrate mit rund zwei Prozent wieder ein Faktor. 

Der zweite Verhandlungstermin ist für den 30. März in Berlin geplant.

Eure Interessen vertreten in der ver.di/DJV-Verhandlungskommission Andreas Böckler, Ralf Bode, Vera Eckert, Jan Schwartz, Sabine Siebold, Ilona Wissenbach, sowie Regine Sakowsky (DJV) und Jörg Reichel (ver.di).

Wir werden Euch nach der Tarifverhandlung über den Stand der Gespräche informieren.