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RBB – Vermittlung ins Stocken geraten

RBB – Vermittlung ins Stocken geraten

03.12.2009 - Beim Vermittlungsverfahren im Tarifstreit beim RUNDFUNK BERLIN BRANDENBURG (RBB) zeichnet sich bisher keine Lösung ab. Am Donnerstagmorgen (3. Dezember 2009) standen die Verhandlungen sogar kurz vor dem Scheitern, nachdem die RBB-Geschäftsleitung ein Angebot vorgelegt hatte, das unter dem Niveau des bislang Angebotenen lag. Als Reaktion auf den Protest der Gewerkschaften ver.di und DJV besserte die Geschäftsleitung ihr Angebot nach. Es enthält jetzt  - neben einer linearen Gehaltserhöhung – auch einen Sockelbetrag, wie von den Gewerkschaften gefordert.

Strittig aus Sicht der Gewerkschaften sind nach wie vor:

  • Das Angebot liegt unterhalb des Durchschnitts der ARD-Tarifabschlüsse;
  • Die RBB-Geschäftsleitung beharrt weiterhin auf einer Verknüpfung der Gehalts- und Honorarerhöhung mit einem Abbau von Zulagen für langjährige Mitarbeiter in den unteren Gehaltsgruppen (Dienstzeitstufen).


Das Vermittlungsverfahren unter der Leitung zweier externer Arbeitsrechtler wird am kommenden MIttwoch fortgesetzt.

Im RBB hatte sich nach Auslaufen des Gehalts- und Honorartarifvertrages Ende September ein heftiger Tarifkonflikt entzündet. In dessen Verlauf war es mehrfach zu Warnstreiks gekommen.