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Stand der Tarifverhandlungen

Stand der Tarifverhandlungen

Redaktion Berliner Zeitung und Berliner Kurier

Liebe Kolleg/innen von Newsroom, Berlin24 und Redaktionsgemeinschaft,

am Mittwoch fand die dritte Verhandlungsrunde mit der Geschäftsleitung über einen Haustarifvertrag statt. Wir möchten euch jetzt einen Zwischenstand  mitteilen.

Unsere Forderung ist die Anerkennung des Flächentarifvertrages Redaktion Tageszeitungen, sowohl MTV als auch GTV, sowie der Tarifvertrag über die Altersversorgung für Redakteure an Tageszeitungen (Presseversorgungswerk) für alle ca. 150 Beschäftigte der drei Redaktionen Berliner Newsroom GmbH, Berlin24 Digital GmbH und die DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH.

Der Arbeitgeber stimmte unserer Forderung zu, für die gesamte Redaktion einen Tarifvertrag abschließen zu wollen. Einig sind wir uns mit dem Arbeitgeber, dass die niedrigen Gehälter der meisten Berlin24-Beschäftigten schnell angehoben werden müssen. Dazu hat die Geschäftsleitung einen Vorschlag für eine Gehaltstabelle vorgelegt. Die erreicht allerdings nur für die Jüngeren (bis zum 8. Berufsjahr 3775,- €) das Niveau des Flächentarifs. Zudem bietet der Arbeitgeber ein 13. Monatsgehalt (im Flächentarif derzeit 13,6) an. Umgerechnet bedeutet dieses Angebot auf 12 Monatsgehälter ein Endgehalt nach 8 Berufsjahren von 4089,58 €/Monat. Unser Ziel ist es, im Haustarif das Niveau des Flächentarifs bei Tageszeitungen zu erreichen, gegebenenfalls in mehreren Schritten. Wir haben auch das Angebot, alle in die Presseversorgung mit Arbeitgeberzuschuss aufzunehmen. Allerdings argumentiert die Geschäftsleitung, dies sei erst ab 2020 möglich. Die kurzfristige Einführung, gleichzeitig mit den Gehaltserhöhungen der Berlin24-Beschäftigten, würde nach Ansicht des Arbeitgebers zu viel kosten. Strittig sind weiterhin jährliche Gehaltserhöhungen, insbesondere auch für diejenigen, die aus der Karl-Liebknecht-Straße übergewechselt sind, hier verhandeln wir noch.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 17. Juli statt. Vorher wird die Tarifkommission der Gewerkschaften am 4. Juli den Stand der Verhandlungen bewerten.
           
Michael Rediske (JVBB/DJV)
Jörg Reichel (ver.di)

30. Juni 2017