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Warnstreik bei der Hamburger Morgenpost

Warnstreik bei der Hamburger Morgenpost

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und des DJV (Deutscher Journalistenverband Hamburg)

22.01.2015 - Hamburg. Am Donnerstag, dem 22. Januar, traten am Nachmittag die Beschäftigten der Hamburger Morgenpost in einen Warnstreik, zu dem ver.di und der DJV Hamburg (Deutsche Journalistenverband) aufgerufen hatten. „Damit setzt die Belegschaft ein Signal gegen den Konfrontationskurs der Geschäftsführung und gegen deren Spaltungsversuche", sagte ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann.

Bei der Hamburger Morgenpost verhandeln die Gewerkschaften angesichts konkreter Kündigungspläne über einen Sozialtarifvertrag. Die Forderung nach einem Altersteilzeittarifvertrag hatte die Geschäftsführung als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen.

Bei der Hamburger Morgenpost soll eine ganze Abteilung stillgelegt werden, in der auch mehrere Betriebsratsmitglieder beschäftigt sind.

Noch Ende vergangenen Jahres hatte die Geschäftsführung erklärt, kein Betriebsratsmitglied würde gekündigt. Allerdings hatte die Geschäftsführerin zuletzt per Mail an alle Beschäftigten mitgeteilt, wenn die Betriebsratsmitglieder freiwillig ausscheiden würde, könnte auch auf drei Entlassungen verzichtet werden.

„Das kann nur als klarer Rechtsbruch, als Behinderung von Betriebsratsarbeit, und als Spaltungsversuch gewertet werden", sagte ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann. Mit dem Warnstreik zeige die Belegschaft auch, dass sie sich nicht spalten ließe. „Die Morgenpost hat nur eine Zukunft mit den Menschen, die sie machen", betonten die Gewerkschaftsvertreter und forderten: „Die Geschäftsführung muss sich bewegen!"

„Wir fordern die Morgenpost auf, Arbeitsplätze zu erhalten und in Verhandlungen über einen Altersteilzeittarifvertrag einzutreten, erklärte die Landesvorsitzende des DJV-Hamburg, Marina Friedt.

Die Hamburger Morgenpost gehört zur Mediengruppe DuMont Schauberg (u.a. Berliner Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Berliner Kurier, Express, Mitteldeutsche Zeitung). Die Entlassungspläne in Hamburg sind Teil eines konzernweiten Sanierungsprogramms.