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Dritte Verhandlungsrunde für die dpa

Dritte Verhandlungsrunde für die dpa

19.05.2014 - Ein erstes, konkretes Angebot für die rund 750 Beschäftigten der dpa (Mutter und Töchter) hat die dpa-Geschäftsführung in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegt. Demnach sollen in einem ersten, gemeinsamen Manteltarifvertrag künftig die rund 270 Tochter-Beschäftigten ein 13. Jahresgehalt sowie den für die bei der Mutter Beschäftigten bereits geltenden Krankengeldzuschuss tarifvertraglich zugesichert bekommen sowie ein Urlaubsgeld in Höhe von 400 Euro als Fixbetrag. Künftige, einheitliche Zuschlagsregelungen zu verhandeln sieht sich die Geschäftsführung nicht in der Lage. Der Manteltarifvertrag für die Beschäftigten der dpa-Mutter soll hingegen unangetastet bleiben. Als Gehaltserhöhung wird ein für jede Gehaltshöhe einheitlicher Festbetrag in Höhe von 70 Euro mehr Geld im Monat angeboten. Als „ungenügend“ bewerteten Regine Sakowsky vom DJV und Matthias von Fintel von ver.di das Angebot. „Es geht uns in der laufenden Tarifrunde darum, endlich die bestehenden Ungerechtigkeiten in den Arbeits- und Entlohnungsbedingungen  der Mutter- und Tochterbeschäftigten auszugleichen. Besonders wichtig ist den Kolleginnen und Kollegen, neben der Jahressonderzahlung und dem Krankengeldzuschuss einheitliche Regelungen auch zum Urlaubsgeld und den Zuschläge zu erreichen. Davon sind wir heute noch weit entfernt“, kritisierten Sakowsky und von Fintel.

Auch die angebotene monatliche Erhöhung entspreche überhaupt nicht den Erwartungen der dpa-Kolleginnen und –Kolleginnen. Eine Gehaltserhöhung, die selbst in unteren Gehaltsgruppen drei Prozent kaum übersteige, sei nicht vermittelbar.

Die Gewerkschaften fordern neben der Angleichung der Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, der Jahresleistung und des Urlaubsgeldes und des Krankengeldzuschusses für die Töchter-Beschäftigten für alle dpa-Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld und mindestens ein Plus von 85 Euro.

Die Verhandlungen werden voraussichtlich am 17. Juni in Berlin fortgesetzt.