Nachrichten

Metropolenberichterstattung bald zu Dumpinglöhnen?

rbb

Metropolenberichterstattung bald zu Dumpinglöhnen?

22.06.2009 - ver.di-Flugblatt zur rbb-Tarifrunde:  

Metropolenberichterstattung bald zu Dumpinglöhnen?

Wir fordern eine Annäherung unserer Gehälter und Honorare an das ARD - Niveau!

Fast alle ARD-Anstalten haben in den letzten Wochen die Gehaltsrunde 2009 beendet. Das Ergebnis ist bei allen ähnlich:
 
In der Regel einigte man sich auf eine monatliche Grunderhöhung von 40 Euro und darauf zusätzlich eine prozentuale Erhöhung in zwei Schritten für eine Laufzeit von 24 Monaten. Dies bedeutet z.B. eine Erhöhung der Gehälter zwischen 4,9 und 6,6% beim SWR. Für die Freien gibt es wertgleiche Erhöhungen ihrer Honorare.
 
Damit wurde als wichtige Forderung von ver.di eine soziale Komponente durchgesetzt: durch die pauschale, monatliche Grunderhöhung aller Gehälter werden die niedrigeren Verdienstgruppen prozentual stärker angehoben als die oberen, denn die steigenden Lebenshaltungskosten treffen die Kolleginnen und Kollegen in den unteren Gehaltsgruppen besonders hart.
 
Was bedeutet das für uns im rbb?
Nach dem Wegfall der Berlinzulage 1994 und dem Verzicht auf Gehaltserhöhung für die Angleichung der Gehälter im fusionierten rbb, waren die letzten zwei Gehaltsabschlüsse deutlich schlechter als die der anderen ARD-Anstalten. Sie bedeuteten für alle Beschäftigten weniger Geld für mehr Arbeit. Im Resultat liegen unsere Gehälter weit unter denen für vergleichbare Tätigkeiten bei anderen ARD-Sendern.
 
Jetzt besteht Nachholbedarf:
Wir fordern die tabellenwirksame Erhöhung aller Gehälter um einen Festbetrag von 300 Euro und darauf eine lineare Erhöhung von 3% für eine Laufzeit von 12 Monaten. Dies entspräche einer Erhöhung zwischen 7,5%(A) und 16%(H) in der Stufe 6. Für die freien Mitarbeiter fordern wir eine wertgleiche Erhöhung der tatsächlich gezahlten Honorare.
 
Darüber wollen wir mit der Geschäftsleitung verhandeln und haben sie gemeinsam mit dem DJV zu ersten Verhandlungen noch vor der Sommerpause aufgefordert. Wir werden Sie/Euch weiter informieren.
 
Euer/Ihr GVV im rbb                             Berlin/Potsdam