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Zweite Verhandlungsrunde für Zeitungsredakteure

Zweite Verhandlungsrunde für Zeitungsredakteure

25.10.2010 - Die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen gehen morgen um 12 Uhr in Berlin in die zweite Runde. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di fordert angemessene Tariferhöhungen für die Gehälter der angestellten Redakteurinnen und Redakteure ebenso wie für die Honorare der arbeitnehmerähnlichen freien Zeitungsjournalisten. "Damit wollen wir sicherstellen, dass die Journalistinnen und Journalisten bei den Tageszeitungen mit der allgemeinen Einkommensentwicklung Schritt halten", erklärte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführer Frank Werneke. Das sei aber nicht alles: "Es geht in dieser Tarifrunde um Zukunftsfragen für die deutschen Zeitungsjournalisten. Weil die Verleger schon seit Jahren auf vielfältige Weise am Personal in Redaktionen sparen, steigt die Arbeitsbelastung und wird Qualitätsjournalismus zunehmend unmöglich gemacht. Damit wächst die Bedeutung fairer Arbeitszeit- und Schutzregelungen im Manteltarif und die Erwartung an Tariferhöhungen", machte Werneke deutlich. Der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) verlange deutliche Verschlechterungen beim Manteltarifvertrag (MTV) und einen abgesenkten Gehaltstarif für neueingestellte Journalistinnen und Journalisten. Damit drohten unbezahlte Arbeitszeitverlängerung, Kürzung von Jahressonderzahlung und Urlaubsgeld sowie ein insgesamt niedrigeres Gehaltsniveau.

Weitere Konkretisierungen dazu will der BDZV in der morgigen zweiten Verhandlungsrunde darlegen. Die Gehalts- und Honorartarifverträge sind bereits zu Ende Juli 2010 gekündigt worden, der MTV ist vom Verlegerverband per Ende Dezember 2010 gekündigt worden.