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Fünfte Verhandlung für Zeitschriftenredaktionen – dju fordert …

Fünfte Verhandlung für Zeitschriftenredaktionen – dju fordert zügige Tariferhöhungen

02.11.2011 - Nach bisher vier ergebnislosen Verhandlungsrunden werden morgen (3. November) die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 9.000 Beschäftigten in Zeitschriftenredaktionen fortgesetzt. Die Verhandlungskommission des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) sowie der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) kommen in Berlin zusammen, um über den seit Ende 2009 gekündigten Manteltarifvertrag und den seit Juli 2010 abgelaufenen Gehaltstarifvertrag zu verhandeln. Bisher waren die Verhandlungen stets wegen der unnachgiebigen Haltung der Verleger-Vertreter ins Stocken geraten, die Tarifabbau bei Arbeitszeit, Jahresleistung und Altersversorgung zur Vorbedingung für einen Gehaltsabschluss gemacht hatten. Die Gewerkschaften erwarten dagegen, dass für Redakteurinnen und Redakteure in Zeitschriftenverlagen echte Gehaltserhöhungen ohne Verschlechterungen der tariflichen Arbeitsbedingungen verhandelt und abgeschlossen werden müssen.

„Die Zeitschriftenverlage stehen innerhalb der Printbranche wirtschaftlich erfolgreich da. Die Jahre 2010 und 2011 waren gute Jahre. Davon hat sich bisher nichts in Tariferhöhungen widergespiegelt“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. „Die bisherigen Verlegerforderungen zum Abbau der Presseversorgung sind hingegen überhaupt nicht akzeptabel, die genauso wie die Absenkung der Jahresleistung und die Arbeitszeitverlängerung wegen der drohenden Lohnsenkung und eines potentiellen Stellenabbaus vollkommen in die falsche Richtung gehen. Wir erwarten dass es eine veränderte Haltung der Verleger gibt, um endlich die mehr als überfälligen Tariferhöhungen vereinbaren zu können“, kündigte Matthias von Fintel an.