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Unrechtmäßiges Vorgehen der Polizei gegen Journalistinnen und …

Unrechtmäßiges Vorgehen der Polizei gegen Journalistinnen und Journalisten beim Castortransport

27.11.2011 - Es gibt keine rechtliche Grundlage für die Polizei, Bildmaterial von Medienschaffenden zu konfiszieren oder Ausrüstungsgegenstände, die erforderlich für die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten sind. Das stellt die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union in ver.di (dju) klar, nachdem dju-Mitglieder von durch die Polizei beschlagnahmten Materialien am Rande des Castortransports durch Niedersachsen berichtet hatten. Demnach waren Fotografen, die sich sowohl durch den von dju, DJV, freelens, BDZV, DZV oder VDS ausgestellten Presseausweis als auch die von der Polizei erwünschte Akkreditierung legitimieren konnten, gezwungen worden, Bilder zu löschen. In anderen Fällen wurden Journalistinnen und Journalisten Schutzausrüstungen abgenommen, so dass diese vor Ort nicht mehr weiter arbeiten konnten: „Mit diesem Vorgehen gefährdet die Polizei nicht nur die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen, sondern greift in die Pressefreiheit ein. Das ist nicht hinnehmbar. Betroffene sollten sich dagegen juristisch zur Wehr setzen“, sagte die dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß.