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Neue Verhandlungsrunde ohne neues Angebot

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Neue Verhandlungsrunde ohne neues Angebot

29.10.2009 - Eigentlich hatten die Verhandlungsdelegationen von DJV und ver.di erwartet, dass die Geschäftsleitung ihre unselige Verknüpfung der Gehalts- und Honorarrunde mit Strukturforderungen, die um die Hälfte der Angestellten im rbb zukünftig schlechter stellen würden, aufgibt.

Wir hatten gehofft, dass die beiden bisherigen Warnstreiks – einer mit massiver Beteiligung der Beschäftigten an der Streikversammlung auf der Masurenallee, der andere, der am vergangenen Freitag "Abendschau", "Brandenburg aktuell", „zibb“ und "rbb aktuell" lahmlegte, Warnung genug waren.
In dieser Erwartung wurden wir enttäuscht.
Das ist umso bedauerlicher, als sich abzeichnet, dass sich für die reine Gehalts- und Honorarrunde eine beiderseits akzeptable Lösung erreichen ließe.
Wir haben der Geschäftsleitung angeboten, ihre Forderungen zur strukturellen Angleichung im Rahmen der Manteltarifverhandlungen auf den Tisch zu bringen.
Das reicht der Geschäftsleitung nicht. Sie beharrt auf der zeitlichen Verknüpfung beider Themen. Wir befürchten zudem, dass die geforderte Abschaffung der Dienstzeitstufen der Einstieg in weitere Einschnitte in das Gehaltsgefüge wäre.
Nach den Verhandlungen am Dienstag haben dann auch mehrere Bereiche des rbb-Fernsehens mit einem Warnstreik klargemacht, dass sie sich das nicht gefallen lassen: „Klipp und Klar“ musste ausfallen, "rbb-aktuell" sendete aus einem angemieteten Not-Studio.
Wir haben am Dienstag die Verhandlungen nach einem erfolglosen Sondierungsgespräch vertagt und erwarten, dass die Geschäftsleitung angesichts der immer stärker werdenden Streikbereitschaft der Belegschaft beim nächsten Verhandlungstermin endlich die unselige „Verknüpfung“ aufgibt.
Ohne diese Verknüpfung sind wir jederzeit zu weiteren Gesprächen bereit.

Unsere gemeinsame Forderung bleibt:

  • Gehälter und Honorare auf ARD-Niveau einen monatlichen Festbetrag (Sockel) für alle
  • kein Gegenrechnen, kein Verknüpfen mit Strukturthemen!

 

Die Verhandlungsdelegationen von ver.di und DJV

Berlin/ Potsdam