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Verhandlungsauftakt für Zeitschriftenredaktionen: Verleger fordern …

Verhandlungsauftakt für Zeitschriftenredaktionen: Verleger fordern massive Verschlechterungen

18.09.2009 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird die von den Zeitschriftenverlegern in der laufenden Tarifrunde angekündigten Verschlechterungen nicht hinnehmen. „Es gibt keinen Grund dafür, dass die in den letzten Jahren gestiegene Leistung der Redakteurinnen und Redakteure nun auf einmal deutlich entwertet werden soll“, sagte dju/ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel. „Wir wehren uns gegen die Verschlechterungen des Manteltarifvertrages.“

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hatte Ende Juni gegenüber den Journalistengewerkschaften Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und DJV den Manteltarifvertrag für die etwa 9.000 im Bundesgebiet an Zeitschriften angestellten Redakteurinnen und Redakteure zum Jahresende gekündigt.

In den am heutigen Freitag begonnenen Verhandlungen forderte der VDZ nun umfangreiche Einschnitte in die Besitzstände der Beschäftigten. Fazit: Nur wenn das Einkommen der Redakteurinnen und Redakteure nachhaltig gesenkt, die berufsständische Presseversorgung verringert und die Arbeitszeit verlängert werde, komme ein neuer Abschluss des Manteltarifvertrages in Frage.

Das weisen die Gewerkschaften mit Nachdruck zurück. Für irgendwelche Kürzungen gebe es keinerlei Anlass: „Die Arbeitgeber nutzen schon jetzt den hohen Arbeitseinsatz der Beschäftigten, ihre Kreativität und umfangreiche journalistische Kompetenz aus, um mit immer weniger Personal erfolgreich zu sein“, betonte von Fintel.