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"Niemand hat die Absicht, Ihnen etwas wegzunehmen"

"Niemand hat die Absicht, Ihnen etwas wegzunehmen"

05.03.2014 - Das behaupten die Vertreter des Bundesverbandes deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in den zurück liegenden mittlerweile acht Verhandlungsrunden über die Tarifverträge der rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie bei Tageszeitungen. Wie viel Wahrheitsgehalt in solchen Aussagen steckt, wissen wir spätestens seit 1961. Und so verwundert es nicht, dass es den Verlegern tatsächlich nur um eins geht: Kürzen – Zulasten der Redaktionen, in denen die Arbeit immer mehr wird, in denen schon lange keine spürbare Gehaltserhöhung mehr angekommen ist und in denen dennoch hoch motivierte Kolleginnen und Kollegen sich täglich daran machen, die Zeitung der Zukunft zu entwerfen, in der Ausgabe von morgen. Was hingegen dem BDZV als „Tarifwerk der Zukunft“ vorschwebt, ist doch wieder nur von gestern - Nur noch schlimmer. Wer zum Beispiel verlangt, dass Krankheitstage, die über den Zeitraum der Lohnfortzahlung hinaus gehen, durch das Streichen von Urlaubstagen „ausgeglichen“ werden, verrät damit viel über seine Haltung, die das Gegenteil von Wertschätzung ausdrückt.
Niemand hat die Absicht, Ihnen etwas weg zu nehmen – Wirklich?