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ver.di unterstützt Protest gegen Schließung der Netzeitung

ver.di unterstützt Protest gegen Schließung der Netzeitung

Protest für die Netzeitung Maichel Dutta Protest für die Netzeitung

17.11.2009 - Gegen die Schließung der Onlineredaktionen von netzeitung und Autogazette und die damit verbundene Kündigung von 17 festangestellten Mitarbeitern protestierten 120 Personen  aus dem gesamten Berliner Verlag. Die Schließung der beiden Online-Redaktionen ist in den letzten Wochen von den Verantwortlichen aus der Mediengruppe DuMont Schauberg (MDS), zu der auch der Berliner Verlag gehört, bekannt gegeben worden. Zusätzlich wandten sich Betriebsräte und Beschäftigte aus den anderen MDS-Standorten mit Unterschriftenlisten gegen die geplanten Kündigungen in den Onlineredaktionen. Die Proteste fanden anlässlich einer Sitzung des Verwaltungsrates des Berliner Verlages statt, dem auch BDZV-Präsident Helmut Heinen, Christian DuMont Schütte und Heinz Kiegeland angehören. Im Verlag ist Enttäuschung über die mangelnden verlegerischen Konzepte für die Onlinepublikationen aber auch andere Printbereiche des Verlages deutlich zu vernehmen. Die Beschäftigten, der Betriebsrat des Berliner Verlages und die Gewerkschaften ver.di und DJV haben eine Rücknahme der Kündigungen gefordert und anderenfalls Widerstand gegen die Maßnahmen angekündigt.

„Die Kündigung von erfahrenen Onlineredakteuren ist verlegerisch und sozial nicht nachvollziehbar. Hochfliegende Onlinepläne werden von DuMont erklärt, aber durch den Rausschmiss von ganzen Onlineredaktionen konterkariert. Dabei werden auch keine Skrupel vor besonderen sozialen Härten gezeigt. Denn zu den Gekündigten gehören auch junge Väter und Mütter. Insgesamt ist diese Maßnahme vollkommen widersprüchlich zur Selbstdarstellung von DuMont, ein sorgfältig planendes Verlagshaus mit sozialer Verantwortung zu sein“, erklärte ver.di-Sekretär Matthias von Fintel.