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ver.di fordert Erhalt der Tarifstandards für Zeitschriften-Verlage

21.01.2010 - Die Tarifverhandlungen für die etwa 9.000 im Bundesgebiet bei Zeitschriftenredaktionen angestellten Redakteurinnen und Redakteure sind auch nach der dritten Runde ergebnislos auf den 15. April vertagt worden.Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat die vom Verband der Zeitschriftenverleger (VDZ) geforderten Verschlechterungen der Tarifverträge abgelehnt und die Verleger zur Rücknahme ihrer Forderungen aufgefordert. Stattdessen solle über zeitgemäße Anpassungen der Tarifwerke konstruktiv verhandelt werden. Doch über die von der dju geforderten bezahlten Qualifizierungsansprüche, die Einbeziehung der Onlineredakteure und -redakteurinnen und die Verlängerung des bis Ende 2010 laufenden Beschäftigungssicherungstarifvertrages hat der VDZ bisher nicht verhandelt.
„Die dju will notwendige Verbesserungen im Tarifwerk für Redaktionen erreichen, die sich im Wandel befinden. Doch die Zeitschriftenverleger beharren auf billigeren Redaktionstarifen mit geringerem Tarifschutz sowie Einschnitten in die Presseversorgung. Und sie befassen sich auch in der dritten Runde nicht mit der gerechten Eingliederung von Onlinern und unserem Vorschlag zu Arbeitszeitkonten und bezahlten Qualifizierungszeiten. Sogar die angebotene Verlängerung des Beschäftigungssicherungstarifvertrages für notleidende Verlage wird nicht angekommen. Die Leistungen der Redakteurinnen und Redakteure wird durch diese Verleger-Forderungen schlichtweg nicht wertgeschätzt“, kritisierte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel.
Die Verhandlungen sollen am 15. April 2010 in Berlin fortgesetzt werden.