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Vierte Verhandlungsrunde für die dpa

Vierte Verhandlungsrunde für die dpa

18.06.2014 - Mit einem nachgebesserten Gehaltsangebot, aber ohne weitere konkrete Beiträge zu einem Verhandlungskompromiss wartete die dpa-Geschäftsführung in der dritten Verhandlungsrunde auf. Für die rund 750 Beschäftigten der dpa (Mutter und Töchter) sollen die Gehälter demnach um einen Festbetrag von jeweils 80 Euro in 2014 und ab Frühjahr 2015 erhöht werden. Zum strittigen Punkt der Höhe eines Urlaubsgeldes für die Beschäftigten in den dpa-Tochterunternehmen ging es nicht voran. Zwar wolle die Geschäftsführung über die bisher angebotenen 400 Euro hinausgehen, das sei jedoch erst in einem fünften Verhandlungstermin möglich. Die Verhandlung wurde daraufhin auf den 4. Juli in Berlin vertagt.
Die beiden Gewerkschaften DJV und ver.di haben bisher mit der dpa-Geschäftsführung folgende Eckpunkte für ein Tarifergebnis festgehalten: Der Manteltarifvertrag der dpa GmbH soll unverändert weitergelten. Es soll einen gemeinsamen Abschluss über Tariferhöhungen für die Kolleginnen und Kollegen an den Arbeitsplätzen bei der Mutter und den Töchtern geben. Schließlich soll es erste Schritte zu Manteltarif-Regelungen für die Tochtergesellschaften geben:

  •  Eine Aufstockung des Krankengeldes so wie in der dpa GmbH.
  • Die tarifliche Absicherung des 13. Gehalts als Jahresleistung.
  • Ein Urlaubsgeld als Festbetrag ab 2014, die Höhe ist bisher noch umstritten.

Künftige tarifvertragliche Zuschlagsregelungen zu verhandeln sieht sich die Geschäftsführung nicht in der Lage.
„Deutlich mehr“ haben Regine Sakowsky vom DJV und Matthias von Fintel von ver.di von der dpa-Geschäftsführung erwartet. „Obwohl klar ist, dass wir ein echtes Urlaubsgeld fordern, bewegte sich das Angebot der dpa nach wie vor im unannehmbaren Bereich. Für die kommende Runde erwarten wir mehr Bereitschaft zu spürbaren Angleichungsschritten, um endlich die bestehenden Ungerechtigkeiten in den Arbeits- und Entlohnungsbedingungen  der Mutter- und Tochterbeschäftigten auszugleichen“, erklärten Sakowsky und von Fintel.