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Neuer Gehalts- und Honorartarifvertrag

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Neuer Gehalts- und Honorartarifvertrag

04.11.2011 - Information der ver.di-Verhandlungskommission:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gestern haben die Gewerkschaften mit der Geschäftsleitung einen neuen Gehalts- und Honorartarifvertrag abgeschlossen.

Vereinbart wurde für die Festangestellten:

die Erhöhung der Gehälter rückwirkend zum 1.10.2011 um 2,2%

eine weitere Erhöhung zum 1.10.2012 um 2,1%

die entsprechend Anhebung des Familienzuschlages und der Vergütung der Auszubildenden.

eine soziale Komponente für alle in den Vergütungsgruppen E bis L und für die Auszubildenden in Form einer Einmalzahlung von jeweils 130,- € zum 1.10.2011 und zum 1.10.2012, unabhängig davon, ob sie Vollzeit oder Teilzeit arbeiten.

die Anpassung für die Versorgungsempfänger gemäß den entsprechenden Regelungen.

Für die Freien:

Die typischerweise gezahlten Honorare werden rückwirkend zum 1.10.2011 um 2,2% und zum 1.10.2012 um 2,1% erhöht.

Die Kappungsgrenze und die Grenzen für die soziale Schutzbedürftigkeit werden entsprechend angepasst.

Durch eine Protokollnotiz soll sichergestellt werden, dass es keine Auftragskürzungen für die Freien durch die Honorarerhöhung geben wird.

Damit bewegt sich der Tarifabschluss im Rahmen der Abschlüsse bei den anderen ARD-Anstalten.

Unser Ziel, eine Erhöhung mit einem Sockelbetrag zu vereinbaren, haben wir nicht erreicht. Unsere Argumente für einen sozial ausgestalteten Gehaltsabschluss - wir haben Euch ausführlich darüber informiert - stießen bei der Geschäftsleitung auf taube Ohren. So wird z.B. die Gehaltsgruppe B/9 jetzt um fast den doppelten Betrag im Vergleich zu F/9 erhöht. Das hält die Geschäftsleitung ausdrücklich für gerecht. Gegen diese Totalblockade konnten wir uns nicht durchsetzen.

Wir bedauern, dass der DJV den Weg einer sozialen Ausgestaltung der Tariferhöhung nicht von Anfang an mitgegangen ist. Ausdrücklich erklärte er zu Beginn der Verhandlungen, in der Hauptsache die Interessen der Vergütungsgruppen A, B und C zu vertreten. Unser Gehaltsalphabet geht weiter als das einer „Gewerkschaft der Besserverdienenden“.

Es war für uns in den Verhandlungen äußerst schwierig, sich gegen den zeitweiligen Schulterschluss von Geschäftsleitung und DJV zu behaupten. Auch das hat einen Abschluss mit einer nachhaltigen und deutlich spürbaren sozialen Komponente verhindert.

Ein besseres Ergebnis war am Verhandlungstisch nicht zu erreichen.

Trotzdem freuen wir uns darüber, dass wir offensichtlich eine richtige und wichtige Diskussion angestoßen haben. Wir danken Euch für den zahlreichen Zuspruch aus allen Bereichen und werden das Thema gemeinsam weiter diskutieren.

Ver.di im rbb wird sich auch in Zukunft für die Interessen aller Beschäftigten, egal ob RedakteurInnen, Hausmeister, VerwaltungsmitarbeiterInnen oder KameraassistentInnen einsetzen.

Denn: Der rbb sind wir alle!

Eure ver.di Verhandlungsdelegation im rbb

Berlin/ Potsdam, den 4.11.2011