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Tarifinfo: Abschluss bei Reuters

Tarifinfo: Abschluss bei Reuters

24.03.2016 - In der Tarifrunde 2016 für die etwa 120 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Nachrichtenagentur Thomson Reuters hat ver.di, in einer gemeinsamen gewerkschaftlichen Verhandlungskommission der Mitglieder von ver.di und dem DJV, ein Tarifergebnis mit Gehaltssteigerungen von mindestens 2,55 Prozent und im Durchschnitt für alle Beschäftigten etwa 2,9 Prozent erreicht. Eine Befragung unter den Beschäftigten zum Tarifergebnis hat nun eine Zustimmung von 85 Prozent ergeben. Ab April werden damit die Tariferhöhungen wirksam. Die Laufzeit des Tarifergebnisses beträgt ein Jahr.
Im einzelnen sieht das Verhandlungspaket Tarifsteigerungen vor, die sich nach dem betrieblichen Bewertungssystem bei Thomson Reuters in vier Steigerungsstufen aufteilen Demnach werden die Tarifgehälter zunächt ab April um eine Grundsteigerung von 1,5 Prozent, die für alle gilt, und dann zusätzlich je nach Vorjahres-Einstufung des betreffenden Mitarbeiters um jährlich 650, 1000 und 1400 Euro erhöht. Das macht dann auf den Monat gerechnet für zwei Drittel der Beschäftigten, die die erste Stufe erhalten, eine Steigerung von umgerechnet 2,55 Prozent aus. Die beiden höheren Stufen bedeuten Steigerungen um 3,0 und 3,7 Prozent und verteilen sich auf das verbleibende Drittel der Beschäftigten. Insgesamt macht das somit im Schnitt aller Beschäftigten 2,9 Prozent Einkommenserhöhungen aus. Bei den Tarifsteigerungen in den entsprechenden Stufen handelt es sich um dauerhafte Gehaltserhöhungen, die fester Bestandteil des Jahresgehalts bleiben und Basis für künftige Tariferhöhungen sind.
“Das Tarifergebnis ist eine spezielle Lösung für das tarifliche Entgeltssytem der Nachrichtenagentur Reuters. Verhandelt haben wir in diesem Jahr vor dem Hintergrund niedriger Inflationsraten und einem schwierigen Marktumfeld. Dennoch konnten wir dank einer entschlossenen und engagierten Belegschaft erfolgreich kräftige Tariferhöhungen durchsetzen, die dem hohen Arbeitsdruck im Nachrichtengeschäft gerecht werden. Die durchschnittliche Tarifsteigerung von 2,9 Prozent und die annehmbar hohe Steigerung für die Mehrheit der Beschäftigten um 2,55 Prozent sind von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit breiter Zustimmung angenommen worden. Im Branchenumfeld kann sich die Tariferhöhung sehen lassen”, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel.