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"Töte Du mich!"

"Töte Du mich!"

Im Rahmen der Ausstellung „Unter Druck – Journalisten im Visier. Das Beispiel Türkei“ liest der türkische Journalist und Schriftsteller Aziz Tunç am kommenden

Donnerstag, dem 19. April 2018, um 18 Uhr
in der ver.di-MedienGalerie, Dudenstr. 10, in Berlin-Kreuzberg

aus seinem Buch „Töte Du mich“. Im Anschluss findet mit den Besuchern mit einem aktuellen Textbezug eine Diskussion über die jetzige Situation in der Türkei statt.

1978 fand in der südanatolischen Stadt Maras ein Massaker türkischer Rechtsradikaler an Angehörigen der religiösen Minderheit der Alewiten statt https://de.wikipedia.org/wiki/Pogrom_von_Kahramanmaraş . Aziz Tunç – selbst Überlebender des Massakers hat in seinem Buch „Töte Du mich“ detailliert die Ermordung von 99 Personen nachrecherchiert. Er hat dazu zwei Bücher geschrieben. Das erste erschien mit dem Titel" Die Hintergründe de Angriff auf Maras". Kurz darauf wurde er inhaftiert und saß zwei Jahre im Gefängnis. Danach schrieb er das Buch "Töte Du mich", aus dem er am Donnerstag liest.

Tunç liest auch einen neueren Text, in dem er die Politik der Erdogan-Regierung und ihre Verstrickung mit der nationalistischen und religiösen Rechten schildert.

Aziz Tunç (61) lebt inzwischen in Hanau bei Frankfurt. Er ist seit Herbst 2017 als politischer Flüchtling anerkannt.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit den beiden Berlin-Brandenburger ver.di-Organisation Verband der Schriftsteller (VS) und der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) statt.

Die dju-Ausstellung in der MedienGalerie soll ein bewegtes Bild der Situation in der Türkei aufzeigen – auch auf die Auswirkungen hier in Deutschland. Sie gibt den Inhaftierten ein Gesicht, zeigt Karikaturen zur aktuellen Situation sowie einen kleinen historischen Rückblick auf die Verhältnisse in der Türkei, wo die Verfolgung von Journalisten leider kein neues Thema ist. In der Ausstellung werden beeindruckte Fotos Betroffener, von Übergriffen in der Türkei und auch hier in Deutschland auf Journalisten, von Protestaktionen für die Pressefreiheit und die Freilassung der Inhaftierten, gezeigt.

Die Ausstellung ist montags und freitags von 14 bis 16 Uhr, dienstags von 17 bis 19 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr in der MedienGalerie Dudenstr. 10, 10965 Berlin nahe dem U-Bahnhof Platz der Luftbrücke geöffnet.