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Tarifabschluss bei Thomson Reuters

Tarifabschluss bei Thomson Reuters

07.05.2009 -Eigentlich waren die Tarifverhandlungen bei der Nachrichtenagentur Thomson Reuters bereits gescheitert und die Vorbereitungen für den ersten Warnstreik seit Menschengedenken abgeschlossen. Ein zwischen den Tarifparteien kurzfristig vereinbarter "letzter Versuch" am 6. Mai brachte dann doch noch ein Ergebnis: Für die Beschäftigen der Nachrichtenagentur werden rückwirkend zum 1. April die Basisgehälter der Tariftabelle einheitlich um 1,25 Prozent erhöht. Hinzu kommen weitere Erhöhungen, die sich am betrieblich vereinbarten Beurteilungssystem orientieren. Im Durchschnitt beträgt die Erhöhung deshalb rund 2,4 Prozent. Vereinbart wurde auch, dass die Erhöhungen nicht nur auf die Tarif-, sondern auf die Effektivgehälter gezahlt werden. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Nachdem die Chefredaktion zunächst nur noch ausschließlich leistungsbezogene Erhöhungen leisten und die Tabelle der tariflichen Grundgehälter praktisch einfrieren wollte, wertet ver.di den am 6. Main erzielten Abschluss als Erfolg der Belegschaft. "Erst die Aktionsbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen brachte die Chefredaktion wieder zurück an den Verhandlungstisch", sagte ver.di-Verhandlungsführer Manfred Moos nach dem Abschluss. In der Erklärung der Tarifkommission heißt es: "Wir haben unser wichtigstes Ziel erreicht, mindestens die Hälfte des Gesamtvolumens des Tarifabschlusses für eine allgemeine lineare Erhöhung zu verwenden".

Das letzte Wort haben die Kolleginnen und Kollegen in der Thomson-Reuters-Redaktion: Traditionell wird in der Belegschaft über die Annahme des Ergebnisses abgestimmt. Die Tarifkommission hat einstimmig die Annahme empfohlen.