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Arbeitgeberrisiko nicht auf die Schultern der Beschäftigten abwälzen!

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Arbeitgeberrisiko nicht auf die Schultern der Beschäftigten abwälzen!

18.02.2009 - Bei der heutigen Tarifverhandlung zur Arbeitszeit hat es in folgenden Punkten Annäherungen gegeben:

  • Ein freier Tag muss mindestens einen Kalendertag plus Ruhezeit umfassen. Die Länge dieser Ruhezeit ist noch umstritten, wir fordern 11 Stunden.

  • Es dürfen grundsätzlich nur 7 Dienste in Folge disponiert werden, Ausnahmen für zusammenhängende Produktionen sind möglich. 

  • Es dürfen grundsätzlich nur 3 Nachtschichten in Folge disponiert werden, eine gesonderte Ausnahmeregelung wird diskutiert.

  • Einigung besteht darüber, dass Mitarbeiterinnen maximal an 6 Wochenenden pro Quartal disponiert werden dürfen.


Weit auseinander liegen die Positionen jedoch u.a. bei folgenden Punkten:

  • Die Geschäftsleitung beharrt nach wie vor auf einer flexiblen täglichen Arbeitszeit zwischen 6 und 10 Stunden.

  • Der rbb fordert „Arbeit auf Zuruf“. Dienstpläne sollen kurzfristig, ohne Ausgleich für die Betroffenen, bis zu zwei Tagen vor Dienstbeginn geändert werden können 

  • Die Arbeitgeberseite verlangt, dass Dienstbeginn und Dienstende an verschiedenen Orten liegen können.

  • Für die MitarbeiterInnen im Normaldienst soll die 5-Tage-Woche auf die Tage von Montag bis Samstag verteilt werden können.

  • Die Geschäftsleitung will weiterhin 5 Frühschichten in Folge ab 4.00 Uhr disponieren können

Die Gewerkschaften lehnen das Bestreben der Geschäftsleitung ab, das Unternehmensrisiko einer öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalt auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen abzuwälzen.

Der nächste Verhandlungstermin ist am 07. April 2009. Wir sind gespannt, wie sich das angekündigte Nachdenken der Geschäftleitung auf ihre kommenden Vorschläge auswirkt.