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Tarifverhandlungen ergebnislos vertagt

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Tarifverhandlungen ergebnislos vertagt

26.09.2011 - Eine Information der ver.di-Verhandlungskommission  

Das neue Angebot der Geschäftsleitung:

  • 281 Euro mehr für B/9 
  • 95 Euro mehr für G/1

Und sie behauptet:

Eine sich öffnende Einkommensschere gibt es nicht!!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am vergangenen Freitag wurden die Verhandlungen zu den Gehalts- und Honorartarifverhandlungen fortgesetzt. In einem ersten Schritt bot die Geschäftsleitung eine Erhöhung von 2 Prozent jetzt, 2,1 Prozent ein Jahr später und die Erhöhung des Familienzuschlages auf 115 Euro bei einer Laufzeit von 24 Monaten an.

Eine Erhöhung des Familienzuschlages trifft jedoch nur einen Teil der Kolleginnen und Kollegen (in allen Gehaltsgruppen) und auch nur für eine begrenzte Zeit. Die Gewerkschaften waren sich einig, dass dies nicht die gewünschte soziale Komponente sein kann und haben das Angebot abgelehnt.

Daraufhin zog die Geschäftsleitung ihr Angebot zurück.

Wir als ver.di-Verhandlungsdelegation wollen vor allem, dass für die unteren und mittleren Gehaltsgruppen der Kaufkraftverlust, der sich bei ihnen am deutlichsten bemerkbar macht, durch einen Sockelbetrag ausgeglichen wird.

Um die Verhandlungen voranzubringen haben wir dann folgenden Kompromissvorschlag gemacht:

  • 90 Euro monatlich mehr für alle ab 1.10.2011
  • zusätzlich 2,2 Prozent Erhöhung linear auf alle Gehälter ab 1.10.2012
  • Dazu eine wertgleiche Erhöhung der tatsächlich gezahlten Honorare für die Freien
  • Laufzeit 24 Monate

Dieser Vorschlag wurde wegen des Sockelbetrages von der GL kategorisch abgelehnt und sie unterbreitete ein neues Angebot ohne jegliche soziale Komponente - wer viel verdient soll noch mehr bekommen!:

  • 2 Prozent ab 1.10.2011 und
  • 2,3 Prozent ab 1.10.2012 mit einer Laufzeit von 24 Monaten

In Zahlen sieht der Vergleich so aus:

Vorschlag der GL: Für B/9 eine Erhöhung von 281 Euro, für G/1 jedoch nur 95 Euro mehr.

Vorschlag ver.di: Für B/9 immer noch 234 Euro mehr, für G/1 doch immerhin 140 Euro mehr.

Die Erhöhung der Gesamtpersonalkosten für den Sender wäre in beiden Fällen gleich.

Wir haben die Geschäftsleitung aufgefordert, in der nächsten Verhandlungsrunde - voraussichtlich am 25. Oktober 2011 - ein neues Angebot vorzulegen.

Jetzt brauchen wir Eure Unterstützung und Euren Rückenwind. Ihr seid gefragt!

Diskutiert miteinander, wie wir gemeinsam einen sozial gerechteren Tarifabschluss durchsetzen können.

Wie wichtig ist Euch die soziale Komponente?

Gebt uns als Verhandlungskommission eine Rückmeldung.

Schreibt uns Eure Meinung unter: senderverband-rbb@verdi.org

Euer ver.di- GVV im rbb