Nachrichten

Chile - 11. 9. 1973 - Fotoausstellung in der ver.di-Mediengalerie

Chile - 11. 9. 1973 - Fotoausstellung in der ver.di-Mediengalerie

Ausstellung "Vier Jahrzehnte danach: Fotodokumente aus dem Chile unter Pinochet" ver.di-Mediengalerie Chile

Fotoausstellung in der ver.di-Mediengalerie:  Chile - 11. 9. 1973

Vier Jahrzehnte danach: Fotodokumente aus dem Chile unter Pinochet

„Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen.“(William Faulkner)

6. November 2013 bis 10. Januar 2014

Fotoausstellung mit Arbeiten von José Giribás, Oscar Navarro Pereira und Santiago Oyarzo Pérez

Pinochet fürchtete die Fotografen. Zu Recht: Dokumentieren war Widerstand und ein Akt der Freiheit. Legendäre Bilder furchtloser Fotografen führten der Weltöffentlichkeit die Zustände und den Terror unter der Militärjunta vor Augen, die in Chile vor 40 Jahren die Macht übernahm.
Die ver.di-MedienGalerie zeigt ab 6. November 2013 etwa 40 großformatige Bilder dreier chilenischer Fotografen, die ihre Heimat unter der Pinochet-Diktatur von 1973 bis 1990 in den Fokus nahmen. Nicht selten entstanden die Aufnahmen unter Lebensgefahr auch für die Männer mit der Kamera.

„Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen. Chile – 11.9.1973“ heißt die Schau, die an den Jahrestag des Putsches gegen die Allende-Regierung in Santiago erinnert. Die Fotografen José Giribás, Oscar Navarro und Santiago Oyarzo Pérez sind Mitglieder der 1981 gegründeten unabhängigen Berufsvereinigung „Asociación de Fotógrafos Independientes“ (AFI). Die Fotografen der AFI schützten sich beim Dokumentieren blutiger Straßenkämpfe und bei Protestaktionen durch ihre Kameras oft gegenseitig. Sie spürten auch Verhafteten oder Verschleppten nach. Deshalb wurden sie selbst vom Regime verfolgt und mussten zeitweilig emigrieren.

Navarro und Oyarzo sind längst wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. José Giribas lebt und arbeitet in Berlin, besuchte aber in all den Jahren Chile immer wieder. Er hatte die Idee zu dieser Ausstellung, seine beiden Kollegen sind aus diesem Anlass eingeladen worden. Die in der MedienGalerie gezeigte Zusammenstellung von Fotodokumenten ist in dieser Form einmalig. Zudem sind sie drei Fotografen bei der Vernissage anwesend und stehen für Interviews zur Verfügung. Sie werden auch zu Gast sein, wenn am 15. November im Begleitprogramm der Dokumentarfilm „Stadt der Fotografen“ von Sebastián Moreno, Chile 2006, gezeigt und dazu debattiert wird.

Zur Ausstellungseröffnung am 5. November, 18 Uhr, spricht José Giribás.
Die Schau läuft vom 6. November 2013 bis 10. Januar 2014

Für Interviewanfragen: José Giribás, Tel. 030/ 396 41 90

Ausstellungseröffnung
Dienstag, 5.11.2013, 18 Uhr
Es spricht: José Giribás, Fotograf
Oscar Navarro Pereira und Santiago Oyarzo Pérez, zwei Fotografen der Asociación de Fotógrafos Independientes (AFI), kommen aus Chile.

Filmvorführung „Stadt der Fotografen“
Freitag, 15.11.2013, 18 Uhr
Dokumentarfilm von Sebastián Moreno, Chile 2006
Während der Diktatur war das Fotografieren ein Akt der Freiheit, ein Versuch zu überleben, eine Alternative um weiterleben zu können.
Im Anschluss Gespräch mit José Giribás, Oscar Navarro Pereira und Santiago Oyarzo Pérez.

Öffnungszeiten der Galerie

montags und freitags 14 - 16 Uhr
dienstags 17 - 19 Uhr
donnerstags 14 - 19 Uhr

Dudenstraße 10
10965 Berlin

U-Bhf Platz der Luftbrücke, Bus 104
www.mediengalerie.org